In vitro Evaluation der lateralen Guttapercha-Kondensationstechnik mit Fingerspreadern verschiedener Spitzengeometrie.

Ziel: Ziel der Studie war es, den Einfluss von Spreaderform und Aufbereitungstaper bei der lateralen Kondensation auf die Dichtigkeit der Wurzelfüllungen zu untersuchen. Für diese Studie wurde ein handelsüblicher Spreader so modifiziert, dass seine Arbeitsspitze durch Abflachung Pluggerfunktionali...

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Main Author: Kroneberger, Alexander
Contributors: PD Dr. Stoll, Richard (Thesis advisor)
Format: Doctoral Thesis
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2005
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Description
Summary:Ziel: Ziel der Studie war es, den Einfluss von Spreaderform und Aufbereitungstaper bei der lateralen Kondensation auf die Dichtigkeit der Wurzelfüllungen zu untersuchen. Für diese Studie wurde ein handelsüblicher Spreader so modifiziert, dass seine Arbeitsspitze durch Abflachung Pluggerfunktionalität erhält. Material&Methode: Insgesamt n=75 frisch extrahierte menschliche Zähne mit geraden Wurzeln wurden so vorbereitet, dass 75 gerade Zahnwurzeln. Diese Zahnwurzeln wurden randomisiert so auf 5 Gruppen aufgeteilt, mit rotierenden Ni/Ti Instrumenten vom Typ Profile 02/50 und 04/50 aufbereitet und unter Verwendung der lateraler Kondensation mit den konventionellen Spreadern „pointed“ sowie modifizierten Spreadern "flat tip“ gefüllt. Eine negative Kontrollgruppe wurde unter Anwendung der Zentralstifttechnik ohne Sealer abgefüllt. Die Wurzeln wurden bis auf 1 mm oberhalb des Apex mit Nagellack überzogen und anschließend verblindet. Nach Lagerung in 2%-Methylenblau für 4 Tage wurden die Proben in Kaltpolymerisat eingebettet und es wurden sechs serielle Querschnitte im Abstand von 0,8 mm ab dem Apex angefertigt. Die Querschnitte wurden digitalisiert. Bewertet wurden die Penetrationstiefe in mm ab dem Apex und der Penetrationsgrad. Ergebnisse: Alle Proben zeigten eine ausgeprägte Penetration. Lediglich der Parameter Penetrationsgrad konnte für eine Differenzierung zwischen den Prüfgruppen verwendet werden. Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen der Kontrollgruppe und allen Prüfgruppen. Innerhalb der Prüfgruppen, welche als normalverteilt und varianzhomogen befunden wurden, wurde eine zweifaktorielle Varianzanalyse für die Faktoren "Spreader" und "Taper" durchgeführt. Es ergab sich für den Faktor "Spreader" ein signifikanter Unterschied (p=0,030) ebenso wie für den Faktor "Taper" (p=0,006). Wurzelfüllungen welche mit dem modifizierten Spreader angefertigt wurden zeigen demnach eine statistisch signifikant schlechtere Dichtigkeit (gemessen mittels Penetrationsgrad) als solche die mit konventionellem Spreader kondensiert wurden. Eine Aufbereitung auf einen Taper von 0,04 führt zu einer statistisch signifikant besseren Dichtigkeit (gemessen mittels Penetrationsgrad) als eine Aufbereitung auf einen ISO-normkonformen Taper von 0,02. Schlussfolgerung: Es konnte gezeigt werden, dass mit dem gewählten Spreaderdesign kein zusätzlicher Nutzen verbunden ist, ja sogar die Dichtigkeit der resultierenden Wurzelfüllungen abnahm. Es ist also nicht angezeigt, Spreader in der beschriebenen Form klinisch zu verwenden. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass die Verwendung eines größeren Aufbereitungstapers auch bei lateraler Kondensation zu dichteren Füllungen führt. Klinisch sollte daher ein entsprechend großer Aufbereitungskonus angestrebt werden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2005.0085