Zu Arbeitseigenschaften und Bruchanfälligkeit eines experimentellen Instrumentensystems für die Wurzelkanalaufbereitung

Zielsetzung: Ein experimentelles Instrumentensystem, mit drei verschiedenen Prototypen, wurde hinsichtlich Bruchneigung und morphologischer Wurzelkanalveränderungen verglichen. Material und Methode: Artifizielle Wurzelkanäle aus Kunststoff wurden mit drei Prototyp Feilen bis zur ISO Größe 30 aufber...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
1. Verfasser: Acker, Matthias
Beteiligte: Stoll, Richard (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2010
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Zusammenfassung:Zielsetzung: Ein experimentelles Instrumentensystem, mit drei verschiedenen Prototypen, wurde hinsichtlich Bruchneigung und morphologischer Wurzelkanalveränderungen verglichen. Material und Methode: Artifizielle Wurzelkanäle aus Kunststoff wurden mit drei Prototyp Feilen bis zur ISO Größe 30 aufbereitet. Die erste Testfeile hatte einen dreieckigen (C1), die zweite zusätzlich eine erhöhte Wendelungszahl (C2) und die dritte einen quadratischen Querschnitt (C3). Flexmaster® Instrumente fungierten als Kontrollgruppe. Diese vier Testgruppen wurden von 15 Probanden aufbereitet. Jede Testperson bereitete n=7 Kunststoffblöcke auf. Frakturrate und morphologische Veränderungen an der Kanalwand wurden untersucht und statistisch verglichen bei einem Signifikanz Level von α=0.05. Ergebnisse: Zwischen dem Vierkantdesign C3 und dem Prototyp C1 konnte, hinsichtlich ihrer Bruchneigung, kein statistischer Unterschied gefunden werden (p= 0.2289). C2 (Erhöhung der Wendelungszahl und schwächer abgerundete Spitze) schnitt statistisch deutlich schlechter ab als C3 (Log-Rank Test p< 0.0001). Zwischen C3 (Vierkant) und der Kontrollgruppe besteht ein statistisch signifikanter Unterschied (p= 0.0039). Zwischen den Testfeilen und den Flexmaster® Instrumenten konnte, bezüglich morphologischer Veränderungen an der Kanalwand, kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Beim Vergleich der Probanden konnte eine höchstsignifikante Abhängigkeit festgestellt werden (Kruskall-Wallis Test, p< 0.001). Schlussfolgerung: Der Metallkern beeinflusste die Bruchneigung. Je größer die Kernmasse desto größer war die Frakturresistenz. Die größere Bruchneigung der Prototyp Feilen beruhte möglicherweise auf dem Vorhandensein von „radial lands“ bei den Testinstrumenten. Behandler Schulung ist wichtig. Das Auftreten von Artefakten an der Kanalwand war je nach Aufbereitendem höchst unterschiedlich