Randmorphologie und Dichtheit von Kompositfüllungen bei Verwendung von experimentellen internen Lichtleitern in Klasse-II-Kavitäten

Ziel: Ziel der in-vitro-Studie war es, die Randmorphologie und Dichtheit von Kompositfüllungen unter Verwendung eines experimentellen internen Lichtleiters zu prüfen. Hierzu wurden in standardisierten Black-Klasse-II-Kavitäten Kompositfüllungen eingebracht. Die Beurteilung der Randmorphologie erfolg...

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Main Author: Palichleb, Mario
Contributors: Stoll, Richard (Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2007
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Ziel: Ziel der in-vitro-Studie war es, die Randmorphologie und Dichtheit von Kompositfüllungen unter Verwendung eines experimentellen internen Lichtleiters zu prüfen. Hierzu wurden in standardisierten Black-Klasse-II-Kavitäten Kompositfüllungen eingebracht. Die Beurteilung der Randmorphologie erfolgte mittels halbquantitativer Verfahren der sogenannten Randanalyse im REM vor und nach thermo-mechanischer Wechselbelastung. Als Vergleich dienten Füllungen, die aus einem Inkrement hergestellt werden (negative Kontrollgruppe). Als positive Kontrollgruppe galten nach Schichttechnik mit mindestens 8 Inkrementen hergestellte Füllungen. Material & Methode: Insgesamt n=60 extrahierte menschliche Molaren wurden mit Hilfe rotierender und oszillierender Instrumente so präpariert, dass dentinbegrenzte Black-Klasse-II-Kavitäten entstanden. Die Probezähne wurden randomisiert auf vier gleichgroße Gruppen verteilt. Zwei Gruppen wurden mit der zu untersuchenden Methode des internen Lichtleiters gefüllt, wobei in einer Gruppe der Lichtleiter inaktiv, also nur als Füllkörper verwandt wurde. Die positive Kontrollgruppe wurde mit mindestens acht Inkrementen nach der etablierten Schichttechnik versorgt, eine negative Kontrollgruppe wurde einfach mit Komposit ohne Inkrementtechnik hergestellt. Alle Gruppen wurden zur rasterelektronischen Mikroskopuntersuchung abgeformt, passierten n=50000 Zyklen einer mechanischen und n=2000 Zyklen einer Thermowechsellast und wurden im Anschluss erneut zur REM-Untersuchung abgeformt. Darauf wurde der Randverlauf bzw. dessen Qualität der einzelnen Proben bei 200facher Vergrößerung analysiert. Die verwendeten Zähne wurden zudem für einen Farbstoffpenetrationstest in 2%-Methylenblau gelagert. Die einzelnen Proben wurden in mesio-distaler Richtung getrennt. Bewertet wurde der Penetrationsgrad an jeweils vier Messpunkten pro Zahn. Ergebnisse: Alle Gruppen zeigten einen ausgeprägten Unterschied bezüglich der Randspaltintegrität im Rahmen der Randspaltanalyse vor und nach Wechsellast. In der Varianzanalyse zeigte sich diese Tatsache als signifikant (p<0.05). Das bedeutet, dass allein die Tatsache der Stressaussetzung Unterschiede vor und nach Belastung offenbart. Umgekehrt dazu fielen erwartungsgemäß die Ergebnisse hinsichtlich des Kriteriums D „Randspalt“ aus. Hierbei zeigte der zervikale Füllungsrand die schlechteste Randschlussqualität. Die untersuchte Gruppe der Füllungen mit einem aktiven Lichtleiter erzielte ein signifikant besseres Ergebnis mit einem Anteil von über 80% an Kriterium A „perfekter Rand“ im Schmelzbereich (p<0.05) als die anderen Testgruppen. Im Dentinbereich konnte ein der positiven Kontrollgruppe (Füllungen mit Inkrementschichttechnik) vergleichbares Ergebnis erzielt werden (kein signifikanter Unterschied, p=0.05). Die Ergebnisse der Farbstoffpenetrationstests spiegeln diejenigen der Randspaltanalyse in gleicher Tendenz wider. Die ermittelten Werte der positiven Kontrollgruppe (Inkrementschichttechnik) und die der Gruppe von Füllungen mit einem internen Lichtleiter sind in ihren okklusalen Anteilen vergleichbar. Im Gegensatz dazu konnten in der Messreihe der approximalen Werte eindeutig bessere Werte für die Lichtleitergruppe festgestellt werden. In jedem der Tests fallen die Ergebnisse der Gruppe „aktiver Lichtleiter“ signifikant bessern aus als für die Gruppen, welche mit einem inaktiven Lichtleiter versehen waren, so dass der Lichteinfall von außen stattfand. Die Ergebnisse zeigen, dass der Modus des Lichteinfalles einen signifikanten Effekt besitzt (p=0.05). Schlussfolgerung: Es konnte gezeigt werden, dass mit dem beschriebenen Verfahren zur Anwendung interner Lichtleiter eine durchaus signifikant bessere Randspaltintegrität erzielt werden kann. Insofern kann empfohlen werden, diese in der beschriebenen Form klinisch zu verwenden. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass die Verwendung inaktiver Lichtleiter als bloßer Füllungskörper keine wesentliche Verbesserung der Randdichigkeit bedeutet. Klinisch sollte daher bei entsprechend großen Kavitäten die Inlayversorgung gewählt werden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2007.0388