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Titel:Effekte der direkten und indirekten Myokardrevaskularisation auf die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit, die myokardiale Ischämielast und die Lebensqualität von Patienten mit (prä)terminaler koronarer HerzkrankheitDarstellung einer klinisch orientierten Methodik zur Evaluation der Effekte der aortokoronaren Bypass-Operation (ACB), der indirekten Myokardrevaskularisation (TMR) und der Kombination beider Verfahren (TMR+ACB)
Autor:Dierkes, Firuseh
Weitere Beteiligte: Maisch, Bernhard (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2007
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2007/0815
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2007-08152
DOI: https://doi.org/10.17192/z2007.0815
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.):Effects of direct and indirect myocardial reevaskularization on cardiopulomnal exrecise tolerance, ischemic burden and quliaty of life in patients with refractory angina pectoris
Publikationsdatum:2008-01-10
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
Transmyokardiale Laserrevaskularisation, Angina pectoris, Coronary artery disease, Koronare Herzkrankheit, Laser angioplasty

Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit sollte evaluieren, in welchem Ausmaß die mit der Option zur TMR zugewiesenen Patienten von den letztlich eingesetzten Revaskularisationsverfahren profitiert haben. Bei initial 102 untersuchten Patienten mit therapierefraktärer Angina pectoris wurde der klinische Effekt der TMR nach ca. 12 Monaten untersucht. Es wurden mit TMR, TMR und ACB sowie ausschließlich mit ACB revaskularisierte Patienten bezüglich des klinischen Therapieerfolges der jeweiligen Revaskularisationsmaßnahme evaluiert. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass ca. 12 Monate nach TMR eine tendenzielle Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, eine tendenzielle Reduktion der Ischämielast und der Angina pectoris-Beschwerden sowie eine tendenzielle Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden konnten. Von den untersuchten Patienten profitierten die kombiniert revaskularisierten Patienten tendenziell am meisten von der Therapie. Diese Ergebnisse bestätigen Untersuchungen, die bereits von anderen Arbeitsgruppen (1, 2, 11, 21, 48, 62, 76) durchgeführt wurden. Objektivierbare Hinweise zum klinischen Effekt sowie zum pathophysiologischen Wirkmechanismus der TMR stehen allerdings noch aus. In einzelnen Studien konnte zwar eine verbesserte myokardiale Perfusion nach TMR nachgewiesen werden (13,21), diese konnte jedoch von anderen Untersuchern nicht bestätigt werden. Eine Laserimpuls-induzierte Neoangiogenese (50) sowie die myokardiale Denervation (3, 40) und ein Placebo-Effekt sind die wahrscheinlichsten Wirkmechanismen der TMR. Aufgrund des positiven klinischen Effekts der TMR kommt die TMR als alternative Therapieoption für Patienten mit therapierefraktärer Angina pectoris in Frage. Deshalb wurde die TMR 1999 durch die amerikanische Zulassungsbehörde „The US Food and Drug Administration“ (30) als alternatives Therapieverfahren für diese Patientengruppe zugelassen. Da derzeit noch keine Langzeitergebnisse zum Therapieeffekt sowie zum Wirkungsmechanismus der TMR bekannt sind, müssten weitere klinische, histologische und pathophysiologische Studien zum Effekt der TMR durchgeführt werden. Bei der PMR (39, 40, 41) handelt sich um eine Alternative zur TMR. Angeblich können mit ihr (39, 40, 41) ähnliche therapeutische Effekte bei geringerem periinterventionellem Risiko als bei der TMR erzielt werden. Es sind hier jedoch ebenfalls weitere Untersuchungen abzuwarten. Stellt sich in zukünftig durchzuführenden Studien heraus, dass für die Effekte der myokardialen Laserrevaskularisation eine erhöhte Freisetzung von angiogenetischen Wachstumsfaktoren verantwortlich ist, wird zu untersuchen sein, ob die ausschließliche Applikation dieser Faktoren ausreicht, um ähnliche Effekte zu erzielen. Somit wäre die Applikation von Wachstumsfaktoren möglicherweise ein alternatives und wahrscheinlich risikoärmeres Therapiekonzept bei therapierefraktärer Angina pectoris als es die TMR darstellt.

Summary:
Background: Transmyocardial laser revascularisation (TMR) is used to treat patients with refractory angina pectoris due to severe coronary artery disease, which is not suitable for conventional revascularisation such as bypass surgery or percutaneous transluminal angioplasty (PTCA). We aimed to assess the effectiveness of the ultimately performed revascularisation method in patients who were assigned to the “Department of Cardiovascular Surgery of the Philipps-University Marburg” with the option to be treated by TMR. Methods: In initially 102 patients with refractory angina pectoris the clinical effect of TMR, TMR in combination with coronary artery bypass grafting (CABG) and sole coronary artery bypass grafting (CABG) was examined approximately 12 months after treatment. We assessed the objective and subjective exercise capacity, the ischemic burden and the objective and subjective quality of life in these patients. Results: Of the initial 102 patients 26 were treated with TMR alone, 31 patients with TMR + CABG and 37 patients with sole CABG. In 8 patients their conventional medical treatment was continued. 21 patients of the TMR group, 23 patients of the TMR + CABG group and 35 of the CABG group could be assessed completely preoperatively. 14 patients of the TMR group, 12 patients of the TMR + CABG group and 23 patients of the CABG group could be examined pre- and postoperatively with the complete assessment programme. The effect of each technique concerning ischemic burden, objective and subjective exercise capacity and objective and subjective quality of life was examined 8-14 months after the operation. Mortality 30 days after the operation was 15,4 % in the TMR group, 12,9 % in the TMR + CABG group and 2,7 % in the CABG group. All patients showed a slight improvement in their exercise capacity, ischemic burden and quality of life. Those patients who were treated with the combination of TMR and CABG had tendential the most benefit of their therapy. No significant results were found. Conclusion: Our findings show that TMR might be an alternative treatment option in patients with refractory angina pectoris. As the exact mechanisms of TMR are still not known further clinical, histological and pathophysiological studies have to be performed.


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