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Titel:Intraoperative Abklatschzytologie an Wächterlymphknoten beim Mammakarzinom
Autor:Hofmann, Sabine
Weitere Beteiligte: Wagner, Uwe (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2007
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2007/0813
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2007-08139
DOI: https://doi.org/10.17192/z2007.0813
DDC: Medizin
Publikationsdatum:2008-01-10
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
Sentinel lymphnode, Abklatschzytologie, Axillary dissection, Frozen section, Sentinel-Lymphknoten, Cytologie, Imprint cytology, Axilladissektion, Brustkrebs, Breast cancer, Schnellschnitt

Zusammenfassung:
Die Sentinel-Lymphknoten(SLN)-Biopsie hat in den vergangenen Jahren zunehmende Bedeutung in der Therapie des primären Mammakarzinoms erlangt. Für den Einsatz der Methode in der Praxis ist eine schnelle und zuverlässige intraoperative Untersuchungsmethode der entnommenen SLN essentiell, möchte man die im Falle einer axillären Metastasierung notwendige Standard-Axilladissektion in einer Sitzung mit der Operation des Primärtumors durchführen. Konkurrierende Schnellverfahren sind der Schnellschnitt und die Abklatschzytologie. In dieser Studie wurde untersucht welche Zuverlässigkeit die Abklatschzytologie im Vergleich zum Schnellschnitt bietet und inwieweit sie vom jeweiligen Untersucher und der verwendeten Färbung abhängt. Zu diesem Zweck wurden Abklatschpräparate von 134 SLN von 64 Patientinnen angefertigt. Verwendete Färbemethoden waren Diff Quick und Papanicolaou. Die Präparate wurden von vier unabhängigen Untersuchern mit unterschiedlichem Ausbildungsstand befundet. Im Vergleich mit der endgültigen Histologie zeigte sich, dass Schnellschnitt und von einem erfahrenen Pathologen befundete Zytologie hinsichtlich der Sensitivität zu gleich guten Ergebnissen kamen. Die Zytologie erzielte allerdings eine geringere Spezifität. Vorteil der Zytologie ist aber im Gegensatz zum Schnellschnitt die Materialersparnis, da es durch die Schnellschnittuntersuchung zu Gewebsverlusten bis zu 50% kommen kann. Die Ergebnisse der Zytologie waren insgesamt deutlich abhängig vom jeweiligen Untersucher, nicht aber von der verwendeten Färbetechnik. Zusätzlich wurde eine ausführliche Studie der aktuellen Literatur vorgenommen und die Ergebnisse internationaler Studien mit denen der vorliegenden Arbeit verglichen. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Abklatschzytologie in der Hand eines erfahrenen Untersuchers unabhängig von der verwendeten Färbung eine zuverlässige, schnelle und gewebsschonende Technik zur intraoperativen Untersuchung von SLN darstellt. Sie könnte allein oder in Kombination mit dem Schnellschnitt in der Routine eingesetzt werden. Durch dieses Vorgehen könnte einem Großteil der Patientinnen mit Lymphknotenmetastasen einen Zweiteingriff zur axillären Ausräumung ersparen.


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