Mukositis, Peri-Implantitis, Erfolgs- und Überlebensrate von Implantaten mit Doppelkronen bei Patienten mit behandelter generalisierter aggressiver Parodontitis. 6 - 21 Jahresergebnisse einer Kohortenstudie.

Zielsetzung: Diese Studie soll die Implantatüberlebensraten und Erfolgsraten sowie die Häufigkeit des Auftretens von Mukositis und Periimplantitis in Abhängigkeit von unterschiedlichen Risikofaktoren bei Patienten mit einer generalisierten aggressiven Parodontitis zeigen, die mit Doppelkronen auf Im...

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Main Author: Wendt, Janke
Contributors: Mengel, R. (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2016
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Zielsetzung: Diese Studie soll die Implantatüberlebensraten und Erfolgsraten sowie die Häufigkeit des Auftretens von Mukositis und Periimplantitis in Abhängigkeit von unterschiedlichen Risikofaktoren bei Patienten mit einer generalisierten aggressiven Parodontitis zeigen, die mit Doppelkronen auf Implantaten versorgt wurden. Als Risikofaktoren sollen Geschlecht, Alter, Implantattopographie, Material des Teleskops, Versorgungsart, Knochenqualität und –quantität, Augmentation und die Implantatlänge untersucht werden. Material und Methode: Diese Fallserie untersucht 16 Patienten mit einer behandelten generalisierten aggressiven Parodontitis und 83 Implantaten in Doppelkronenversorgungen über 6 bis 21 Jahre. Die Patienten wurden in ein 3-monatiges Recallprogramm integriert. Neben radiologisch festgestelltem Knochenabbau nach 3, 5 und 10 Jahren wurden auch die klinischen Parameter Plaque-Index, Gingival-Index, Sondierungstiefe und Attachmentlevel ausgewertet. Die in der Studie ermittelte Implantatüberlebensrate wurde definiert als Anzahl der noch in situ befindlichen Implantate. Für den Implantaterfolg wurden folgende Parameter berücksichtigt: keine Mobilität (Lockerungsgrad = 0), Schmerz- und Beschwerdefreiheit des Patienten, kein Fremdkörpergefühl oder Parästhesien, Sondierungstiefe ≤ 5 mm ohne BOP, keine periimplantäre radiologische Transluzenz und einen vertikalen Knochenabbau von weniger als 0,2 mm pro Jahr nach dem ersten Jahr unter Belastung. Implantate, die einen oder mehrere dieser Punkte nicht erfüllten wurden als Misserfolg gewertet. Ergebnisse: Der bei den Patienten festgetellte Plaqueindex lag über den gesamten Zeitraum gemittelt bei 0,5. Der Gingivalindex lag bei 0,9. Das durchschnittliche Attachmentlevel war mit 4,3 mm, die Sondierungstiefe mit 3,6 mm an Implantaten festzustellen. Der radiologisch festgestellte Knochenverlust an den Implantaten lag bei 1,37 mm (8,6%) nach 10 Jahren. Es zeigte sich eine Implantatüberlebensrate von 100%. 69% der Implantate konnten zum Zeitpunkt der jeweils letzten Untersuchung als erfolgreich bewertet werden. Eine Mukositis trat an 65 %, Periimplantitis an 27,7% der Implantate auf. Als Risikofaktoren für den Implantatmisserfolg konnte das weibliche Geschlecht und die Lage des Implantats in der anterioren Maxilla ausgemacht werden. Als Risikofaktoren für das Auftreten einer Mukositis konnte das Alter des Patienten, die Implantation in die Maxilla und die Kombination von Zähnen mit Implantaten in der Doppelkronenversorgung identifiziert werden. Für die Periimplantitis ergab sich lediglich das weibliche Geschlecht als Risikofaktor. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass eine Doppelkronenversorgung nur auf Implantaten oder auf Zähen und Implantaten kombiniert für Patienten mit einer generalisierten aggressiven Parodontitis eine geeignete Versorgungsmöglichkeit darstellt. Wenn die Patienten in einem regelmäßigen Recallsystem eingebunden sind, kann mit stabilen Langzeitergebnissen gerechnet werden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2016.0012