Enalapril als Chemoprävention des duktalen Pankreaskarzinoms im transgenen Tumormausmodell

In Deutschland erkranken jährlich etwa 12.600 Menschen am duktalen Adeno-karzinom des Pankreas, was 3 Prozent aller Krebserkrankungen entspricht (1). Die Gründe für die schlechte Prognose liegen in der späten Diagnosestellung und der aggressiven Tumorzellbiologie. Nur 10 bis 20 Prozent der Patienten...

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Main Author: Chen, Nai-Ming
Contributors: Fendrich, Volker (Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2012
Operative Medizin
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:In Deutschland erkranken jährlich etwa 12.600 Menschen am duktalen Adeno-karzinom des Pankreas, was 3 Prozent aller Krebserkrankungen entspricht (1). Die Gründe für die schlechte Prognose liegen in der späten Diagnosestellung und der aggressiven Tumorzellbiologie. Nur 10 bis 20 Prozent der Patienten haben bei Diagnosestellung einen resektablen Tumor; weniger als 2 Prozent überleben fünf Jahre. Beim resektablen Primärtumor beträgt die mediane Überlebenszeit 10 bis 12 Monate. Mithilfe einer adjuvanten Chemotherapie kann die Überlebenszeit auf bis zu 20 Monate verlängert werden (51). Bei acht von zehn Patienten liegt bei Diagnosestellung ein fortgeschrittenes Tumorstadium vor; in diesen Fällen kommen nur noch palliative Maßnahmen in Betracht. Die Überlebenszeit ohne Therapie liegt bei etwa 3 bis 4 Monaten (22). Die Resultate der adjuvanten Radio- und Chemotherapie sowie der intraoperativen Bestrahlung erwiesen sich als nicht zufriedenstellend. Die Transformationsprozesse der Dysplasie-Karzinom-Sequenz des Pankreaskarzinoms wurden auch festgestellt, die als sogenannte Pancreatic Intraepithelial Neoplasias (PanIN) bezeichnet wurde. Ein Tumormausmodell von der Arbeitsgruppe David A. Tuveson zeigte, dass die transgenen Mäuse die ähnliche Dysplasie-Karzinom-Sequenz des Pankreaskarzinoms hatten, die dem humanen Pankreaskarzinom entspricht. Bei Pdx-1-Cre;LSL-KrasG12D/+;LSL-Trp53R172H/+-Mäusen wird die Progression von PanINs zum invasiven Pankreaskarzinom durch Chemoprävention mit Enalapril verlangsamt oder teilweise gestoppt. In der Behandlungsgruppe mit Eannapril nach 3 und 5 Monaten wird die Progression der PanINs in Pdx-1-Cre;LSL-KrasG12D/+-Mäusen signifikant verzögert(p<0.05). Unsere Ergebnisse zeigten, dass mVEGF (p<0.05) und mRelA (p<0.05) durch Enalapril im invasiven Pankreaskarzinom signifikant runter reguliert wurden (Abb. 26). Unsere Ergebnisse bestätigten die Hemmung der Progression und der Entstehung des Pankreaskarzinoms unter Enalapril .
DOI:https://doi.org/10.17192/z2012.0336