Einfluss der extracorporalen Membranoxygenierung (EMCO) auf die gesundheitbezogene Lebensqualität bei langzeitüberlebenden Patienten nach akutem Lungenversagen (ARDS)

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten zu ermitteln, die an einem akuten Lungenversagen erkrankt und aufgrund dessen mit einer ECMO-Therapie behandelt worden waren. Zum Vergleich wurde dieser Patientengruppe einer an ARDS erkrankte Patientengruppe g...

Ausführliche Beschreibung

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1. Verfasser: Borchert, Dorothea Elisabeth
Beteiligte: Eberhart, Leopold (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2009
Medizin
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Zusammenfassung:Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten zu ermitteln, die an einem akuten Lungenversagen erkrankt und aufgrund dessen mit einer ECMO-Therapie behandelt worden waren. Zum Vergleich wurde dieser Patientengruppe einer an ARDS erkrankte Patientengruppe gegenübergestellt, die lediglich konventionell behandelt worden war. An der Studie nahmen 71 Patienten teil, 35 mit ECMO behandelte Patienten und 36 konventionell behandelte Patienten. Die Querschnittsstudie wurde retrospektiv mittels drei verschiedener Fragebögen durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse konnte zeigen, dass zwischen den Patientenkollektiven hinsichtlich ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität für den SF-36 Fragebogen und den SGRQ Fragebogen kein signifikanter Unterschied besteht. Es konnte jedoch eine Tendenz dahingehend beobachtet werden, dass die ECMO-Patienten in den meisten Bereichen aller Fragebögen niedrigere Werte hinsichtlich ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität erzielten. Für den ergänzenden Fragebogen konnten einige signifikante Unterschiede zwischen den Patientenkollektiven gefunden werden. Er stellt jedoch bisher kein validiertes und standardisiertes Messinstrument dar. Daher bleibt die Frage offen, ob die gefundenen Unterschiede spezifisch auf die ECMO-Therapie zurückzuführen sind oder vielmehr mit widrigen Umständen, wie z.B. der zugrunde liegenden Erkrankung, sowie Komplikationen und Spätschäden einer lang andauernden Intensivtherapie, in Zusammenhang gebracht werden müssen. Eine Behandlung mit der extrakorporalen Membranoxygenierung scheint somit keinen maßgeblichen Einfluss auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität von ARDS-Patienten zu haben. In dieser Hinsicht unterstützen die Ergebnisse dieser Arbeit einen frühzeitigen Einsatz der ECMO-Therapie bei ARDS-Patienten.