Erfassung von Fear-Avoidance Beliefs bei älteren Patienten mit chronischem Rückenschmerz durch zwei Kurzfragebögen: AMIKA-K & KVS-D-65+

AMIKA-K und KVS-D-65+: Psychometrische Überprüfung zweier Instrumente zur Erfassung von Fear-Avoidance Beliefs bei CLBP-Patienten im höheren Alter Hintergrund: Aktuell herrscht ein Mangel an adäquaten Diagnostikmethoden zur Erfassung von Fear-Avoidance Beliefs (FABs) bei älteren Personen. Diese s...

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Main Author: Raich, Melanie
Contributors: Basler, Heinz-Dieter (Prof. Dr. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2009
Medizinische Psychologie
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:AMIKA-K und KVS-D-65+: Psychometrische Überprüfung zweier Instrumente zur Erfassung von Fear-Avoidance Beliefs bei CLBP-Patienten im höheren Alter Hintergrund: Aktuell herrscht ein Mangel an adäquaten Diagnostikmethoden zur Erfassung von Fear-Avoidance Beliefs (FABs) bei älteren Personen. Diese stellen einen Risikofaktor bei der Chronifizierung von Rückenschmerzen dar und sind mit Hilfe einer Konfrontationstherapie gut behandelbar. Für die Erfassung von FABs an der spezifischen Zielgruppe wurde die AMIKA-K aus einer langen Originalversion entwickelt. Auch die aus der PASS entstandenen KVS-D-65+ ermöglicht auf zwei Skalen eine Messung von FABs und bezieht sich auf die Zielgruppe älterer Patienten. Für diese Fragebögen sollen die psychometrischen Kennwerte ermittelt werden, anhand derer die Eignung der Instrumente für weitere Studienzwecke festgestellt werden soll. Methoden: Eine Querschnittstudie mit Messwiederholung nach ca. 4 Wochen wurde in Form von Interviews durchgeführt. Neben der AMIKA-K und der KVS-D-65+ erhoben wir zur Überprüfung der Konstrukt- und Kriteriumsvalidität Instrumente zur Erfassung von FABs, Schmerzintensität, subjektive Funktionskapazität und Befindlichkeit. Es beteiligten sich 68 Probanden zu beiden Messzeitpunkten. Das Durchschnittsalter betrug M = 74.1 (SD = 7.2). Ergebnisse: Die interne Konsistenz der AMIKA-K betrug α = 0.731, die Retest-Reliabilität r = 0.732. Mittlere Zusammenhänge zur Funktionskapazität und Schmerzintensität waren nachweisbar, während zum habituellen Wohlbefinden und aktuellen Beanspruchung keine Korrelationen aufgedeckt werden konnten. In Bezug auf die konstruktverwandten Skalen stellten sich mittlere Effektstärken heraus. Die Retest-Reliabilität der KVS-D-65+ nahm den Zahlenwert r = 0.723 ein. Die interne Konsistenz betrug α = 0.868 und die Zusammenhänge zu konstruktverwandten Instrumenten waren deutlich. Die Schmerzintensität, die Funktionskapazität, das habituelle Wohlbefinden sowie die aktuelle Beanspruchung zeigten mittlere Effektstärken. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse berechtigen die Nutzung beider Instrumente für weitere Studienzwecke. Die AMIKA-K ermöglicht eine Identifikation von Risikopatienten, die von einer Konfrontationstherapie profitieren würden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2009.0641