Die physiologische Funktion von TRPC6 in Endothelzellen und glatten Muskelzellen der Lunge

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die molekularen Mechanismen der hypoxischen pulmonalen Vasokonstriktion in präkapillären pulmonalen arteriellen glatten Muskelzellen (PASMC) sowie des Ischämie-Reperfusionsschadens in den Endothelzellen (LEC) der Säugerlunge zu untersuchen. Da beide fundam...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Kalwa, Hermann
Beteiligte: Dietrich, Alexander (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2009
Pharmakologie und Toxikologie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die molekularen Mechanismen der hypoxischen pulmonalen Vasokonstriktion in präkapillären pulmonalen arteriellen glatten Muskelzellen (PASMC) sowie des Ischämie-Reperfusionsschadens in den Endothelzellen (LEC) der Säugerlunge zu untersuchen. Da beide fundamentale Mechanismen in TRPC6-defizienten Mäusen nicht mehr auftreten, mussten ihnen eine TRPC6-Aktivierung zugrunde liegen. Zur Aufklärung der Mechanismen auf zellulärer Ebene wurden zuerst PASMC und LEC isoliert und durch Bindung charakteristischer Antikörper identifiziert. Die Identifikation von Signalkomponenten in beiden Zelltypen gelang außerdem durch die Messung der Erhöhung der intrazellulären Ca2+-Konzentration nach Perfusion eines hypoxischen Puffers. Durch Applikation spezifischer pharmakologischer Inhibitoren und Indikatoren gelang es schließlich, Hinweise zum Ablauf der Signaltransduktionskaskaden zu sammeln. In PASMC wird während des sogenannten „priming“ durch eine geringe Rezeptoraktivierung eine basale Konzentration an Diacylglycerin, dem physiologischen Aktivator von TRPC6, gebildet, die jedoch durch die Aktivität von DAG-abbauenden DAG-Kinasen so reduziert wird, dass eine TRPC6-Aktivierung nicht möglich ist. Nach Applikation von Hypoxie führt eine postulierte Erhöhung der reaktiven Sauerstoffradikale in der Zelle jedoch zu einer Inhibition von DAG-Kinasen, zur DAG-Akkumulation und zur TRPC6-Aktivierung. In PASMC werden durch den folgenden Na+-Einstrom spannungsabhängige Ca2+-Kanäle vom L-Typ aktiviert, die den eigentlichen Ca2+-Einstrom zur Zellkontraktion einleiten. In LEC konnte eine ähnliche Signaltransduktionskaskade identifiziert werden, auch wenn hier die Notwendigkeit eines „primings“ nicht geklärt werden konnte und der Ca2+-Einstrom durch TRPC6-Kanäle verläuft, da keine spannungsabhängigen Calciumkanäle vom L-Typ exprimiert werden. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der TRPC6- Kanal einen wichtigen pharmakologischen Angriffspunkt für beide Signaltransduktionskaskaden darstellt.