Einfluss der Elektrolyte auf primär kultivierte Nierenepithelzellen

Das Hyperprostaglandin-E2-Syndrom gehört zu den hereditären Salzverlusttubulopathien mit hypokaliämischer Alkalose. Bei dieser angeborenen Nierenerkrankung kommt es zu starken Salz- und Wasserverlusten mit schwerwiegenden Komplikationen. Gleichzeitig findet sich bei der Erkrankung ein Anstieg von Pr...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Koch, Andrea
Beteiligte: Nüsing, Rolf Michael (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2009
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Das Hyperprostaglandin-E2-Syndrom gehört zu den hereditären Salzverlusttubulopathien mit hypokaliämischer Alkalose. Bei dieser angeborenen Nierenerkrankung kommt es zu starken Salz- und Wasserverlusten mit schwerwiegenden Komplikationen. Gleichzeitig findet sich bei der Erkrankung ein Anstieg von Prostaglandin E2. Dem Zusammenhang zwischen salzverändertem Milieu in der Nierenzelle und Pro-duktion von Prostaglandinen widmen sich zahlreiche medizinisch-molekularbiologische Stu-dien. In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit dem noch nicht abschließend auf-geklärten Prostaglandinsyntheseweg. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht dabei die Untersu-chung des spezifischen Auslösers für die Prostaglandinbildung, sowie der Beteiligung ver-schiedener Enzyme, wie der Cyclooxygenasen, der MAP Kinasen und der Proteinkinase C. Dabei arbeitete ich mit einem experimentellen Zellmodell mit primär kultivierten Schweine-nierenepithelzellen. Durch Stimulation der Zellen mit unterschiedlichen Salzmedien und unter Zugabe von spezifischen Enzyminhibitoren untersuchte ich die Expression der Cyclooxyge-nasen auf RNA Ebene und per ELISA Test die Prostaglandin-E2-Synthese. Nierenepithelzellen produzieren in nativem Zustand nur geringe Mengen an Prostaglandinen. Bei Inkubation der Zellen in hypoosmolarem Milieu wurde ein deutlicher Anstieg von PGE2 um das rund 70-fache beobachtet. Für eine zentrale Rolle des Chlorids als Reiz zur PGE2-Synthese konnte kein Anhaltspunkt gefunden werden. Die Frage, welche Cyc-looxygenase den stärkeren Einfluss auf die Produktion von PGE2 ausübt, ließ sich in den Un-tersuchungen nicht abschließend klären. Zwar zeigten die mRNA Ergebnisse v.a. eine gestei-gerte COX-2 Expression, bei der Auswertung der PGE2-Werte per ELISA Test jedoch konnte keine ausschließliche Beteiligung der COX-2 ermittelt werden. Die Versuche mit den En-zymhemmern der MAP Kinasen und der Proteinkinase C ließen vermuten, dass beide En-zymgruppen an der Expression von COX-2 und auch der PGE2-Synthese beteiligt sind. Im Rahmen dieser Arbeit zeigte sich, dass das hier verwendete Zellmodell gut zur Aufklärung der Fragestellung geeignet ist.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2009.0295