Auswirkung einer inhalativen Stickstoffdioxidexposition der Ratte auf die pulmonalen Alveolarsepten unter besonderer Berücksichtigung des extrazellulären Fasergerüstes

Die COPD ist eine weltweit verbreitete Erkrankung. Als Hauptursache gilt das Zigarettenrauchen. Bislang existiert keine Therapie, mit der sich die durch die COPD verursachten morphologischen und funktionellen Schäden an der Lunge rückgängig machen lassen. Die Forschung an Tiermodellen zielt nebe...

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Main Author: Starke, Ellen
Contributors: Fehrenbach, Heinz Günther (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2008
Innere Medizin
Subjects:
Rat
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Die COPD ist eine weltweit verbreitete Erkrankung. Als Hauptursache gilt das Zigarettenrauchen. Bislang existiert keine Therapie, mit der sich die durch die COPD verursachten morphologischen und funktionellen Schäden an der Lunge rückgängig machen lassen. Die Forschung an Tiermodellen zielt neben der Erforschung der Pathogenese von Erkrankungen auf die Entwicklung neuer Therapiestrategien. Im vorliegenden Versuch wurden Fischer 344-Ratten für 3 bzw. 21 gegenüber 10 ppm Stickstoffdioxid exponiert. Die Lungen der so behandelten Tiere wurden nach Tötung am Transmissionselektronenmikroskop untersucht und mit Kontrollen aus raumluftexponierten Tieren verglichen. Der Schwerpunkt der Arbeit lag auf der quantitativen Analyse der ultrastrukturellen Bestandteile der Alveolarsepten einschließlich der extrazellulären Fasern. Nach 3 Tagen NO2-Exposition ließ sich in den Alveolarsepten der Versuchstiere im Vergleich zur Kontrollgruppe eine Entzündung mit vermehrten Alveolarmakrophagen sowie einem erhöhten Epithelvolumen durch eine vermehrte Anzahl von Pneumozyten Typ II nachweisen. Nach 21 Tagen NO2- Exposition bestand im Vergleich zur Kontrollgruppe eine Veränderung in der Zusammensetzung des extrazellulären Fasergerüstes, Anzeichen im Sinne der Entstehung eines Emphysems ließen sich jedoch nicht nachweisen. Eine Wirkung der Exposition auf das Kapillarendothel war zu keinem Zeitpunkt feststellbar. Ob die beobachteten Unterschiede ein direkter Effekt durch die NO2-Exposition sind, oder sekundär durch die verminderte Nahrungsaufnahme der NO2-exponierten Tiere verursacht wurden, lässt sich anhand des vorliegenden Versuches nicht entscheiden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2009.0021