Salafismus und Jihadismus in Tunesien(Stand: Juni 2015)

Nach der Euphorie über den „Arabischen Frühling“ folgte schnell Ernüchterung. Betrachtet man die Situation in den Ländern der MENA-Region scheint allein Tunesien den Weg Richtung Demokratisierung zu gehen. Tunesien gilt als „Leuchtturm“– das Land, das erfolgreich aus den arabischen Umbrüchen hervorg...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:MENA-direkt (Band 09)
1. Verfasser: Reichinnek, Heidi
Format: Arbeit
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2015
Orientalistik und Sprachwissenschaft
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Nach der Euphorie über den „Arabischen Frühling“ folgte schnell Ernüchterung. Betrachtet man die Situation in den Ländern der MENA-Region scheint allein Tunesien den Weg Richtung Demokratisierung zu gehen. Tunesien gilt als „Leuchtturm“– das Land, das erfolgreich aus den arabischen Umbrüchen hervorgehen konnte und nun zum letzten verbliebenen Hoffnungsträger geworden ist. Aus diesem Grund fokussiert sich nicht nur das mediale Interesse, sondern auch die Entwicklungshilfe westlicher Länder auf Tunesien. Zunehmende wirtschaftliche, kulturelle und Entwicklungszusammenarbeit in Form unzähliger Projekte sowie finanzieller Zuwendungen sollen helfen, das Land zu stabilisieren. Man fühlt sich Tunesien durch seine als säkular und frankophil perzipierte Kultur verbunden. Die Parlamentswahlen im Oktober 2014 sowie die Präsidentschaftswahlen im November 2014 gelten als große Erfolge für das Land. Doch wie erklärt sich in diesem Kontext der Zulauf zu jihadistischen Gruppen? Warum stellt das kleine Tunesien die größte Gruppe ausländischer Kämpfer in Syrien und im Irak? Und warum beteiligen sich immer mehr Tunesier an den Kämpfen im Nachbarland Libyen oder führen sogar Anschläge im eigenen Land durch?
DOI:https://doi.org/10.17192/es2015.0017