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Titel:Being Muslim and working for peace: Group identification, religious beliefsets and political behaviour in Gujarat
Autor:Susewind, Raphael
Erscheinungsjahr:2010
URI:http://archiv.ub.uni-marburg.de/ed/2010/0001
URN: urn:nbn:de:hebis:04-ed2010-00019
DOI: https://doi.org/10.17192/ed.2010.0001
DDC: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie

Dokument

Schlagwörter:
Friede, Religiöse Identität, Friedensaktivismus, Islam, Indien, Politisches Verha, Muslim, Gujarat, Aktivismus, Gruppenidentität, Identität, Religiöser Konflikt

Summary:
While social scientists ingreasingly share the assumption that religion can generally escalate as much as de-escalate conflict, the reconstruction of this ambivalence on the micro-level of religious identity and social action is still in its infancy. This empirical case study led to the identification of four ideal-typical ways in which religious beliefs, group identification processes and political behaviour can interact among Muslim peace activists in Gujarat, India. „Faith-based actors“ and „secular leaders“ represent static and clear configurations, while „emancipating women“ and „doubting professionals“ provide first hints to differentiate the hypothesis of ambivalence.

Zusammenfassung:
Während sich zunehmend die Annahme durchsetzt, dass Religion im Allgemeinen Konflikte sowohl eskalieren als auch deeskalieren kann, steht die konkrete Rekonstruktion dieser Ambivalenz auf der Mikroebene religiöser Identität und sozialen Handelns weiterhin aus. In einer explorativen Fallstudie zu muslimischen Friedensaktivisten im indischen Bundesstaat Gujarat konnten empirisch vier Weisen des Zusammenspiels von Glaubensvorstellungen, Gruppenidentifikationsprozessen und politischem Verhalten identifiziert und idealtypisch verdichtet werden. Während »glaubensbasierte Akteure« und »säkulare Macher« statische und eindeutige Konfigurationen repräsentieren, liefern »sich emanzipierende Frauen« und »zweifelnde Profis« erste Hinweise zur Konkretisierung der Ambivalenzhypothese.


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