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Titel: Untersuchungen zur Didaktik des Gebrauchs des es-Korrelates im Deutschen
Autor: Yang, Yunshuo
Weitere Beteiligte: Albert, Ruth (Prof. Dr.)
Erscheinungsjahr: 2017
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2017/0056
DOI: https://doi.org/10.17192/z2017.0056
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2017-00561
DDC: 830 Deutsche Literatur
Titel(trans.): Investigations about the didactics of the usage of the German correlate "es"

Dokument

Schlagwörter:
Linguistik, Grammatik, Fremdsprache, DaF, Korrelat, Nebensatz, Hauptsatz, Syntax, Unterrichtskonzept, Korpusuntersuchung, linguistic, grammar, dummy element, teaching concept, corpus

Zusammenfassung:
Diese Arbeit befasst sich mit den Auftretensbedingungen des Pronomens „es“, das im Deutschen als Korrelat (Platzhalter) zu Subjekt- und Akkusativobjektsätzen gebraucht wird. Für die aktive Kompetenz stellt das „es“-Korrelate in der DaF-Didaktik eine ausgesprochene Lernschwierigkeit dar, weil man eine Reihe linguistischer Faktoren mit einbeziehen muss, um festzustellen, ob ein „es“ als Korrelat im Matrixsatz auftreten muss, kann oder nicht darf. Wirft man einen Blick auf die vorhandenen Lernerkorpora, wird deutlich, dass die Probanden, selbst wenn sie seit einigen Jahren Deutsch lernen und daher als Fortgeschrittene gelten, beim Schreiben Korrelatfehler aller Art machen. Ziel der Arbeit ist es, ein Unterrichtskonzept in Bezug auf die „es“-Problematik zu erstellen, das im DaF-Unterricht für fortgeschrittene Lerner mit wenig linguistischem Vorwissen einsetzbar ist. Damit das Unterrichtskonzept über ein solides theoretisches Fundament verfügen kann, werden zunächst die Auftretensbedingungen von „es“ anhand einer korpuslinguistischen Untersuchung ermittelt. Des Weiteren wird eine Fehleranalyse aus Texten von fortgeschrittenen chinesischen DaF-Lernern vorgenommen, um herauszufinden, welche prädikativen Ausdrücke den Lernern wegen des „es“-Korrelates am meisten Schwierigkeiten bereiten und mit welchen die Lerner i. d. R. gut umgehen können. Ferner werden drei einschlägige Grammatiken in Bezug auf die „es“-Problematik kritisch betrachtet. Daran schließt das didaktische Konzept an, mit dem die Hoffnung verbunden ist, dass die DaF-Lerner mit nur geringem Zeitaufwand einen Überblick über diese Problematik erhalten und das „es“-Korrelat bei der schriftlichen Sprachproduktion richtig gebrauchen können.

Summary:
The accurate use of the German correlate “es” for extraposition constructions is difficult for German language learners due to its complex system of rules. It can be obligatory, optional or forbidden under the influence of different semantic, syntactic, pragmatic and stylistic factors. Looking at the learner corpora, it is clear that the learners, after several years’ learning experiences, could still make many different types of errors regarding the correlate “es” in their texts. The goal of the current study is to design a teaching concept in terms of the correlate “es” so that the advanced German learners can make use of this pronoun properly. In the first section, a morphosyntactic description of the German correlates, especially of the correlate “es”, is provided. The second section is focused on the factors that influence the usage of “es” empirically, based on the German corpus “COSMAS II”. Based on the research results, a teaching concept is designed for the lessons of German as a foreign language in the following part. In order to improve the efficiency of learning with the concept, a learner corpus research, based on a sample of more than 200 writings from 33 German language and literature students, is conducted. In addition, three common grammars are analyzed in terms of the accuracy of the rules and the teaching methods.


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