Drei-Dimensionale Messung des Brustvolumens anhand von Brustfotografien

Ziel dieser Studie ist es, das gemessene Volumen der 3D-Brustfotografie mit dem berechneten Volumen aus der Mammographie und dem im Wasserbad gemessenen Volumen des Mammaabladats zu vergleichen. Sollten dabei korrekte Ergebnisse für die dreidimensionale Brustfotografie generiert werden, so wäre dies...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Kucharski, Caroline Sophie
Beteiligte: Kalder, M. (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2016
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Ziel dieser Studie ist es, das gemessene Volumen der 3D-Brustfotografie mit dem berechneten Volumen aus der Mammographie und dem im Wasserbad gemessenen Volumen des Mammaabladats zu vergleichen. Sollten dabei korrekte Ergebnisse für die dreidimensionale Brustfotografie generiert werden, so wäre diese Methodik einfacher, schneller und kostengünstiger als die bisher in der Literatur beschriebenen Methoden zur Volumenberechnung der Brust. Für die 3D-Brustfotografie wurden fünf Fotos mit zwei Kamerasystemen von der Patientin angefertigt, wobei die Patientin in einem Winkel von 90°, 45° von links und rechts sowie frontal fotografiert wurde. Dabei war der Abstand der beiden Kameras zueinander, sowie die Abstände zu der Patientin und den Referenzfolien vorgegeben. Zusätzlich wurde mittels der sechs verschiedenen Rechenmethoden von Kalbhen et al. das Brustvolumen anhand der Mammographieaufnahmen berechnet. Als Referenzparameter wurde das durch Wasserverdrängung ermittelte Volumen des Mammaabladats bestimmt. Zur internen Kontrolle dieses Referenzparameters wurden die Mammaabladate zusätzlich gewogen. Mithilfe dieser 3D-Brustfotografie wurde die Mamma in ihrer Dreidimensionalität widergespiegelt, sodass in dieser Studie die Hypothese aufgestellt wurde, dass anhand von Fotos das dreidimensionale Volumen der Brust bestimmt werden kann. Zu der Frage bezüglich des Vergleiches zwischen mammographisch berechnetem Brustvolumen, und dem mittels 3D-Brustfotografie gemessenem Mammavolumen, ergab sich ein Unterschied von 13% im Mittel. Bei der Untersuchung der prozentualen Abweichung von mammographisch gemessenem Mammavolumen, und dem durch Wasserverdrängung gemessenem Mammaabladat-Volumen, wurde ein erheblicher Unterschied im Mittel von 73% gemessen. Die letzte Fragestellung befasste sich mit dem Vergleich zwischen dem durch Wasserverdrängung gemessenem Mammaabladat-Volumen, und dem mittels 3D-Brustfotografie gemessenem Mammavolumen, wobei sich ein deutlicher prozentualer Unterschied von 67% im Mittel zeigte. Dabei lagen die Korrelationskoeffizienten für den Vergleich von dem berechneten Mammavolumen anhand der Mammographien und dem mittels Wasserverdrängung bestimmten Brustvolumen, als auch die Korrelationskoeffizienten für den Vergleich zwischen 3D-Brustfotografie und ermitteltem Brustvolumen durch Wasserverdrängung, bei 0,86-0,93 bzw. 0,86-0,92. Diese hoch ausfallende Korrelation wurde jedoch durch die in den Bland-Altman-Diagrammen grafisch dargestellte große Abweichung relativiert. Folglich sind weder die mammographisch berechneten Mammavolumina, noch die mittels 3D-Brustfotografie ermittelten Brustvolumina geeignet, um das „wahre“ archimedisch gemessene Brustvolumen zu bestimmen. Somit wird die Hypothese, dass mittels fünf Fotos durch zwei versetzt zueinander stehende Kameras das dreidimensionale Volumen der Brust bestimmt werden kann, abgelehnt. Aufgrund der im Ausblick diskutierten Verbesserungsmöglichkeiten könnte ein veränderter Versuchsaufbau eventuell durch eine Erhöhung der Anzahl der Bilder und/oder eine fixe Patientin, sowie zusätzliche Aufnahmen mit anderen Winkeln, eine genauere Berechnung zulassen. Hierzu sollte diese Hypothese in weiteren Studien verifiziert werden.
Beschreibung:78 pages.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2016.0680