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Titel: Durchführbarkeit präklinischer Sonographie bei Patienten mit Luftnot und Thoraxschmerz im bodengebundenen Rettungsdienst im Landkreis Marburg/Biedenkopf
Autor: Hoffmann, Saskia Martina Karin
Weitere Beteiligte: Kunsch, Steffen (PD Dr. med.)
Erscheinungsjahr: 2016
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2016/0435
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2016-04356
DOI: https://doi.org/10.17192/z2016.0435
DDC: 610 Medizin, Gesundheit
Titel(trans.): Feasibility of preclinic chest ultrasound in patients with dyspnea and chestpain with rescue service in Marburg/Biedenkopf

Dokument

Schlagwörter:
rescue service, Thoraxsonographie, Feasibility, pCHEST, Machbarkeit, präklinisch, Notfallmedizin, pCHEST, Notfallsonographie, thoracical sonography, preclinic

Zusammenfassung:
Gegenstand der Studie ist die Evaluation des p-CHEST Algorithmus, einer präklinischen thorakalen Notfallsonographie bei internistischen Patienten mit Dyspnoe und/oder Thoraxschmerz. Im Rahmen dieser Pilotstudie wurden im Zeitraum zwischen Oktober 2008 und April 2009 im Einsatzgebiet des Rettungsdienstes Mittelhessen 5662 Patienten im Einsatzgebiet des Rettungsdienstes Mittelhessen mit einem tragbaren Ultraschallgerät (SonoSite, Micromaxx) untersucht. Der Algorithmus erwies sich mit seinen 5 Standardschnitten als einfach in der Handhabung und ließ sich mit einer durchschnittlichen Dauer von 2 Minuten problemlos in den einsatztaktischen Ablauf integrieren. Die Untersuchung wurde sowohl am Einsatzort als auch während des Transportes durchgeführt. Die Befundqualität ist verlässlich und es ließen sich in 68% (n=38) der Fälle konkrete zusätzliche Informationen zu differentialdiagnostischen Überlegungen gewinnen. Die Ultraschalluntersuchung diente der Detektion von Pleura- und Perikardergüssen, einer Rechtsherzbelastung, eines Pneumothorax und einer eingeschränkten LV-Funktion. Durch die Ultraschalluntersuchung ließen sich akute z.T. lebensbedrohliche Erkrankungen wie kardiale Dekompensation, Lungenarterienembolie, Pneumothorax oder Perikardtamponade nachweisen oder ausschließen. Besonders hilfreich scheint der Algorithmus für das Diskriminieren von linkskardialer Dekompensation und exazerbierter COPD. In 25% (n=14) der Fälle ergaben sich therapeutische Konsequenzen beispielsweise für die Behandlung mit Vasodilatatoren oder diuretischer Medikamente, einer Antikoagulation oder für das Volumenmanagement. Ziel der Notfallsonographie ist das Verkürzen des therapiefreien Intervalls für eine Optimierung der Versorgung von Patienten mit Dyspnoe und/oder Thoraxschmerz. Limitierend für die Aussagekraft dieser Pilotstudie ist das kleine Patientenkollektiv. Zudem erfolgte die Notfallsonographie durch 4 erfahrene Internisten. Zusammenfassend erachten wir weitere Studien mit einem größeren Patientenkollektiv und einer höheren Anzahl an Untersuchern mit unterschiedlichem Erfahrungsgrad, gegebenenfalls auch mit nicht-ärztlichem Personal, für erforderlich, um die Verlässlichkeit des p-CHEST Algorithmus zu bestätigen.

Summary:
Purpose: To examine the feasibility and diagnostic value of a novel preclinical chest ultrasound algorithm in dyspnoeic patients. Patients and methods: Between October 2008 and April 2009, 56 patients (29 male, 27 female, mean age 67.3 years, range 20-90) with acute dyspnoea (breathing rate > 20/min) underwent chest sonography with a portable ultrasound device (SonoSite, Micromaxx). The algorithm included 5 sectional views (4 chamber subxyphoidal view, left and right laterodorsal view of the chest wall, left and right anterior intercostal space view) screening for pleural and pericardial effusion, right heart distension, and pneumothorax. The preclinical sonographic findings were confirmed by chest x-ray, ultrasonography and clinical follow-up in the emergency room. Results: Ultrasound was performed on scene (65%) and in the ambulance car (35%). The mean time for the algorithm took 2.0 minutes (range 1-5 minutes). The most common diagnoses associated with acute dyspnoea were 1) acute coronary syndrome (ACS) (n = 12, 21%), 2) congestive heart failure (CHF) (n=11, 20%) and chronic obstructive pulmonary disease (COPD) (n = 10, 18%). Pleural effusion was detected in 100% of patients with CHF, 17% of ACS and 20% of COPD patients constituting the most helpful parameter in differential diagnosis. Ultrasonography provided a helpful tool in n = 38, 68%, and additional therapeutic consequences were drawn in n = 14, 25%. Conclusion: We present a novel preclinical chest ultrasound algorithm for the management of dyspnoeic patients, in particular for differential diagnosis of CHF, COPD and ACS.


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