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Titel:Wortstellungsvariation im Deutschen: Psycholinguistische Untersuchungen zur Relativsatzposition
Autor:Gabler, Katrin
Weitere Beteiligte: Wiese, Richard (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2013
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2014/0086
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2014-00863
DOI: https://doi.org/10.17192/z2014.0086
DDC: Sprachwissenschaft, Linguistik
Titel (trans.):Word order variation in German: Psycholinguistic studies of the relative clause position
Publikationsdatum:2014-02-24
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
ERP, N400, Relativsatz, EKP, relative clause, Ereigniskorreliertes Potenzial, Fokus, Psycholinguistik, language processing, Sprachverarbeitung, Extraposition, P600, extraposition, Distanzeffekt, Wortstellung, word order

Zusammenfassung:
Das Deutsche erlaubt eine Reihe von Wortstellungsvariationen. So wird zum Beispiel ein nomenbezogener Relativsatz häufig erst am Satzende nach dem Verb realisiert, statt direkt auf das Nomen, welches er spezifiziert, zu folgen. Man spricht im ersten Fall von Distanzstellung oder Extraposition des Relativsatzes, im zweiten Fall von dessen Kontaktstellung oder Adjazenz. Doch wodurch wird die Wahl der Relativsatzposition bestimmt? In der Vergangenheit wurde eine Vielzahl von Faktoren diskutiert, wobei man sich mit der Relativsatzlänge und der Extrapositionsdistanz entweder stärker auf strukturelle Faktoren konzentrierte oder mit dem Informationsstatus des Nomens oder des Relativsatzes diskurspragmatische Faktoren in den Vordergrund hob. Sofern empirische Daten herangezogen wurden, stammten diese fast ausschließlich aus Akzeptabilitäts- und Korpusstudien, also sogenannten Offline-Messungen. Online-Messungen, die den Einfluss dieser Faktoren während der Verarbeitung der kritischen Satzstrukturen abbilden, existieren jedoch kaum oder kommen zu gegensätzlichen Ergebnissen. Hier setzt die vorliegende Arbeit an. Sie versucht in einer Reihe von EKP-Studien den Einfluss und das Zusammenspiel der am häufigsten genannten Faktoren Relativsatzlänge, Extrapositionsdistanz und Fokus auf die Verarbeitung von Relativsätzen in ihren beiden Stellungsvarianten darzustellen, ergänzt durch einen weiteren, bisher eher unbeachteten Faktor - der grammatischen Funktion des Bezugsnomens. Der erste Teil der Arbeit gibt zunächst einen umfassenden theoretischen Überblick über das Phänomen der Relativsatzextraposition, sowohl hinsichtlich seiner grammatischen Beschreibung als auch aus der Verarbeitungsperspektive. Es schließt sich eine ausführlichere Methodenbeschreibung an, in der Frequenzanalysen und ereigniskorrelierte Potenziale (EKP) als Auswertungsmethoden von EEG-Daten erläutert und ein Überblick relevanter Ergebnisse bisheriger Studien aufgeführt werden. Im experimentellen Teil dieser Arbeit erfolgt schließlich die Darstellung der drei durchgeführten EKP-Studien, inklusive der parallel erhobenen Akzeptabilitätsbewertungen. Diese wurden durch zwei zusätzliche Akzeptabilitätsstudien ergänzt. Bereits die Ergebnisse der Akzeptabilitätsbewertungen brachten gegenüber den bestehenden Studien neue Erkenntnisse. So zeigte sich bezüglich des Einflusses der Faktoren Relativsatzlänge und Extrapositionsdistanz, dass eine Abhängigkeit zur grammatischen Funktion des Bezugsnomens besteht: Bezieht sich der Relativsatz auf das Subjekt, ist die Extrapositionsdistanz für die Bewertung der extraponierten Relativsatzposition entscheidend. Wird der Relativsatz jedoch an das Objekt angebunden, nimmt der Einfluss der Extrapositionsdistanz ab und es wird das Verhältnis zwischen Extrapositionsdistanz und Relativsatzlänge entscheidend. Die EEG-Messungen konnten dieses Bild weiter konkretisieren. Der Einfluss der Extrapositionsdistanz wurde zunächst unabhängig von der grammatischen Funktion in Form einer N400 auf dem eindeutig markierten Relativpronomen und dem Relativsatzverb für eine lange Extrapositionsdistanz des Relativsatzes sichtbar. Der in den Akzeptabilitätsbewertungen beobachtete Unterschied bezüglich der grammatischen Funktion des Bezugsnomens wurde erst in einer späten Positivierung auf dem Relativsatzverb sichtbar. Sie zeigte sich nur für eine lange Subjektanbindung zusätzlich zur N400. Ein Einfluss des Informationsstatusses des Bezugsnomens konnte in diesem Experimentdesign ebenfalls nur für die Subjektanbindung eines extraponierten Relativsatzes nachgewiesen werden, allerdings nur, solange keine stärkeren informationsstrukturellen Einflüsse hinzu traten, wie es bei einer veränderten Argumentabfolge durch Scrambling der Fall ist. Er zeigte sich in Form einer frühen N400 auf dem Relativsatzverb wenn das Bezugsnomen nicht neu, sondern vorerwähnt war, unabhängig von der Extrapositionsdistanz, und führte zum Ausbleiben der späten Positivierung bei großer Extrapositionsdistanz bei einem fokussierten, neuen Bezugsnomen. Als funktionale Erklärung der Negativierungen wurde eine erschwerte Reaktivierung des Bezugsnomens bei der Integration des Relativsatzes vorgeschlagen, die durch die große Entfernung zum Bezugsnomen entsteht (Extrapositionsdistanz) oder durch die geringere Salienz eines vorerwähnten Nomens (Informationsstatus). Beide Faktoren sind zunächst unabhängig voneinander wirksam. Erst in einem weiteren Verarbeitungsschritt, in dem die Gesamtstruktur, also die erfolgte Integration des Relativsatzes evaluiert wird, fließen alle Faktoren zusammen. Die Bewertung der Gesamtstruktur erfolgt nun in Abhängigkeit von der grammatischen Funktion des Bezugsnomens, was das differenzierte Auftreten der P600 für die lange Subjektanbindung zeigt. Die Stellungsvariation von Relativsätzen lässt sich folglich nicht an einem einzigen Faktor festmachen. Vielmehr handelt es sich um ein komplexes Wechselspiel mehrerer Faktoren.

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  74. O-OL Es heißt, dass die Basketballspieler die Jugendliche beobachtete, die bestimmt erwarteten, Aufmerksamkeit zu bekommen. 54 FS Wer badete die Zöglinge jeden Tag? FO Wen badete die Kinderfrau jeden Tag? S-SL Vermutet wird, dass die Kinderfrau die Zöglinge badete, die vielleicht wünschte woanders zu sein.
  75. O-OL Man glaubt, dass die Inquisitoren die Hexe verfluchte, die wohl wussten, was das bedeutete. 56 FS Wer tröstete die Verliererin nach dem Wettkampf? FO Wen trösteten die Anwesenden nach dem Wettkampf?
  76. O-OL Man sagt, dass die Verletzten die Ärztin versorgte, die bestimmt bedauerten, kinderlos zu sein. 53 FS Wer beobachtete die Basketballspieler auf dem Sportplatz? FO Wen beobachtete die Jugendliche auf dem Sportplatz? S-SL Es heißt, dass die Jugendliche die Basketballspieler beobachtete, die bestimmt erwartete, Aufmerksamkeit zu bekommen.
  77. O-OL Man sagt, dass die Wanderin die Geister erschreckten, die übrigens meinte, geschickt zu sein. 51 FS Wer wickelte die Babys auf der Kinderstation? FO Wen wickelte die Schwester auf der Kinderstation? S-SL Es heißt, dass die Schwester die Babys wickelte, die übrigens lachte und gerne aß.
  78. O-OL Vermutet wird, dass die Zöglinge die Kinderfrau badete, die vielleicht wünschten woanders zu sein. 55 FS Wer verfluchte die Inquisitoren auf dem Scheiterhaufen? FO Wen verfluchte die Hexe auf dem Scheiterhaufen? S-SL Man glaubt, dass die Hexe die Inquisitoren verfluchte, die wohl wusste, was das bedeutete.
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  120. Hierdurch erkläre ich, dass ich meine Dissertation " Wortstellungsvariation im Deutschen: Psycholinguistische Untersuchungen zur Relativsatzposition " selbständig ohne unerlaub- te Hilfe angefertigt, keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel verwendet und alle Stellen, die anderen Quellen und dem WWW dem Sinn nach entnommen sind, durch Angabe der Herkunft kenntlich gemacht habe. Alle wörtlich entnommenen Stellen habe ich als Zitate gekennzeichnet.
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