Identification of a Novel Recombinant Protein for Improved Diagnosis of Visceral Leishmaniasis in Sudan

Die effiziente Kontrolle der viszeralen Leishmaniose (VL) in Ostafrika hängt ganz besonders von einer schnellen und sensitiven Diagnostik ab. Gegenwärtige Testsysteme sind für die Diagnostik der VL im Sudan leider nicht besonders gut geeignet. Ziel dieses Projektes war die Identifikation und Testung...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Abass, Elfadil
Beteiligte: Steinhoff, Ulrich (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2013
Hygiene u. Med. Mikrobiologie mit Medizinaluntersuchungsamt
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Die effiziente Kontrolle der viszeralen Leishmaniose (VL) in Ostafrika hängt ganz besonders von einer schnellen und sensitiven Diagnostik ab. Gegenwärtige Testsysteme sind für die Diagnostik der VL im Sudan leider nicht besonders gut geeignet. Ziel dieses Projektes war die Identifikation und Testung neuer Antigene eines aus dem Sudan stammenden Leishmania donovani-Stammes zur Verbesserung der VL-Diagnose in Ostafrika. Es wurde ein neues Antigen aus Leishmania donovani identifiziert und kloniert (rKLO8), das eine hohe Sequenzübereinstimmung mit dem immundominaten Kinesinprotein verschiedener Leishmania-Stämme aufweist. Die Immun-reaktivität des aufgereinigten rekombinanten Proteins wurde durch Westernblot und ELISA getestet und bestätigt. Es zeigte sich, dass rKLO8 nur mit Seren von VL- Patienten, nicht jedoch gesunden Individuen reagiert. Zusätzlich wurde ein auf dem rKLO8-Protein basierter Test (ELISA) etabliert und mit Patientenseren aus dem Sudan, Indien und Frankreich evaluiert. Eine vergleichende Studie zeigte, dass das diagnostische Potential des neu entwickelten rKLO8 Tests im Sudan und Indien gegenüber dem derzeit verwendeten Testantigen, rK39, deutlich besser ist. Weiterhin wurde das diagnostische Potential der rKLO8 - und rK39 ELISA mit verschiedenen kommerziellen Tests, den rK39- und rKE16-Schnelltests und dem direkten Agglutinationstest (DAT) verglichen. Alle Tests zeigten bei Patienten aus Indien ähnlich gute Ergebnisse, bei VL-Patienten aus anderen Ländern jedoch zeigten der rKLO8- und rK39-ELISA die höchste Sensitivität. Ein weiterer Befund war, dass die Koinfektion mit dem HI-Virus die Sensitivität aller Testsysteme beträchtlich reduzierte. Zuletzt wurde der neu entwickelte rKLO8-Test auch mit Seren VL-infizierter Hunde aus Portugal, Kroatien und Brasilien getestet. Der ELISA war in seiner diagnostischen Potenz ähnlich dem DAT, im Vergleich zum routinemäßig eingesetzten immunofluoreszenz-basierten Antikörpertest (IFAT) jedoch deutlich sensitiver. Zusammengefasst stellt rKLO8 aufgrund seiner erhöhten Reaktivität mit Patientenseren aus dem Sudan ein potentielles Antigen dar, mit dem die VL- Diagnostik im Sudan und anderen Leishmania donovani endemischen Regionen Ostafrikas verbessert werden kann.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2013.0591