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Titel:Die Internationalen Wirtschaftsbeziehungen und die Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland
Autor:He, Ping
Weitere Beteiligte: Deppe, Frank (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2011
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2012/0071
DOI: https://doi.org/10.17192/z2012.0071
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2012-00714
DDC:100 Philosophie
Titel(trans.):The International Economic Relations and the People's Republic of China, with special emphasis on the European Union and the Federal Republic of Germany
Publikationsdatum:2012-07-03
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
China and EU, Weltwirtschaft, China und EU

Zusammenfassung:
Die Weltordnung hat sich seit dem Eintritt in das Zeitalter der (westlichen) Moderne (seit 1500) ständig verändert. Der „Aufstieg und Niedergang der großen Mächte“ (Paul Kennedy) geht mit unterschiedlichen Dominanz-Systemen, Strukturen sowie mit unterschiedlichen Konfliktkonstellationen einher. Die Veränderung der Macht- und Kräfteverhältnisse innerhalb der internationalen Ordnung ist das Ergebnis von mehreren interagierenden Faktoren. Der wichtigste Grund für den Wandel und die Veränderung des Gleichgewichts der politischen Kräfte besteht allerdings in der ungleichen wirtschaftlichen Entwicklung. Nach dem Ende der Sowjetunion schien es nur noch eine Supermacht zu geben, die USA. Mit dem Übergang in das 21. Jahrhundert wurde allerdings deutlich, dass der Anspruch, der von den USA vertretenen „Unipolarität“ vielfach auf Grenzen stieß und, dass sich gleichzeitig die Veränderungen in den Strukturen der Weltwirtschaft auch zunehmend auf der Ebene der politischen Machtverhältnisse und Verteilung artikulierten. Als Folge der Entwicklung der EU und des Aufstiegs Chinas sowie der anderen Schwellenländer ändert sich allerdings das Gleichgewicht in der internationalen politischen und wirtschaftlichen Struktur. Auf Grund der ungleichen wirtschaftlichen Entwicklung wird sich die Machtstruktur der Weltordnung unvermeidlich verändern. Der (relative) Niedergang der US-Macht sowie der Aufstieg der EU, Chinas, Indiens und anderer Mächte fördert die Weltordnung zur Mulipolarisierung. China und die EU sind zwei wichtigste aufsteigende Mächte. Die Beziehungen zwischen China und der EU werden weder von grundlegenden Interessenskonflikten, noch von territorialen und historischen Problemen beeinträchtigt. Beide Seiten haben gleiche oder ähnliche Ideen im Umgang mit vielen internationalen Themen. Beide Wirtschaften ergänzen einander in hohem Maße und verfügen über ein großes Potenzial zur Zusammenarbeit. Aufgrund der Besonderheit der EU als „Staatenverbund“ muss China in der Entwicklung der China-EU Beziehungen auch auf die Beziehungen zwischen China und einzelnen EU-Mitgliedstaaten achten. Da die EU ein begrenzter strategischer Akteur ist, sind die Positionen und Interessen der einzelnen Mitgliedstaaten für die Zusammenarbeit zwischen China und der EU besonders wichtig. Die stabile und kontinuierliche Entwicklung der China-EU Beziehungen ist nicht nur für die eigene Entwicklung von beiden Seiten wichtig, sondern auch notwendig für die Erschaffung der Multipolarisierung der Weltordnung und einer neuen stabilen Weltstruktur. Das entspricht dem strategischen Interesse beider Seiten.

Summary:
The world order has constantly been changing since its entry into the (western) modern era (since 1500). The “rise and fall of the big powers” (Paul Kennedy) goes in hand with different systems of dominance, structures, and with different conflict constellations as well. The change of power-based relations within the international order is the result of many interacting agents. The most important reason underlying the balance change of political powers exists, however, in the unequal economic developments. After the end of the Soviet Union it appeared to be that only one superpower stood still, the United States. With the transition into the 21st century it actually became clear that United States’ “unipolarity” went on multiple directionswhile at the same time articulated changes in world economy and also increasingly in the area of political power-relations and distribution. As consequence of the development of the European Union and the rise of China as well as other emerging countries the equilibrium within international political and economic structures invariably changes. Because of the unequal economic growth the world power structures inevitably change. The (relative) fall of United States’ power as well as the rise of the EU, China, India and other powers fosters the global order to turn to multi-polarity. China and the EU are two important rising powers. The relationship between China and the EU won’t be damaged neither bysimple conflict of interests orby territorial and historical problems. Both sides have the same or similar set of ideas dealing with many international topics. Both economies largely fulfill each other and have access to great cooperation potential. Because of the peculiarity of the EU being a “state composite”, China must pay attention to their relation with the different state members of the EU. Since the EU is a limited strategic actor, the positions and interests of the member states is extremely important for cooperation between China and the EU. The stable and constant development of the China-EU relations is not only important for the own development of both sides, but also necessary for the creation of a “multi-polarized” world order and a new stable world structure. This represents the strategic interests of both sides.


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