Prävention des plötzlichen Herztodes mit dem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator im fortgeschrittenen Lebensalter

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention des plötzlichen Herztodes mittels implantierbarem Kardioverter-Defibrillator bei Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter. Hierzu wurden der Nutzen der implantierten Geräte sowie die Komplikations- und Überlebensraten von 460 Patienten jün...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Stula, Astrid
Beteiligte: Grimm, Wolfram (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2009
Innere Medizin
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention des plötzlichen Herztodes mittels implantierbarem Kardioverter-Defibrillator bei Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter. Hierzu wurden der Nutzen der implantierten Geräte sowie die Komplikations- und Überlebensraten von 460 Patienten jünger als 75 Jahre mit 40 Patienten verglichen, die zum Zeitpunkt der ICD-Implantation 75 Jahre alt oder älter waren. Es hat sich herausgestellt, dass die ICD-Therapie für die Prävention des plötzlichen Herztodes bei älteren Patienten gleichermaßen effektiv ist. Das nach Kaplan-Meier geschätzte ereignisfreie Überleben der jüngeren und älteren Patienten bezüglich des plötzlichen Herztodes zeigte keinen signifikanten Unterschied. Die Komplikationsrate war in der Gruppe der älteren ICD-Patienten ebenfalls nicht erhöht. In der Gruppe der älteren Patienten fanden sich weder in Hinsicht auf die technischen Bestandteile des ICDs, noch in Bezug auf die operative Implantation des Kardioverter-Defibrillators signifikant erhöhte Komplikationsraten. Somit sind die operativen Eingriffe bei älteren Patienten kein Hindernis einer ICD-Therapie im höheren Alter. Die Gesamtmortalität der älteren Patienten ist signifikant höher als in der Gruppe der jüngeren Patienten. Dies lässt sich auf die vermehrte Anzahl von Todesfällen durch progressive Verschlechterung der Herzleistung im höheren Lebensalter zurückführen. Die Ergebnisse der Untersuchung sprechen dafür, dass die aktuellen Leitlinien basierend auf prospektiven Studien bei jüngeren Patienten auch auf alte Patienten übertragen werden können, sofern sich aus der Komorbidität der alten Patienten keine Kontraindikation für eine ICD-Therapie ergibt.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2009.0133