CD154 als früher Aktivierungsmarker zur Detektion von antigenspezifischen CD4+ T-Zellen in PBMC von Pemphigus vulgaris-Patienten und Birkenpollenallergikern

Die Analyse der Proliferation und Aktivierung von T-Lymphozyten nach antigener oder mitogener Stimulation ist ein wichtiger Parameter bei der Diagnose verschiedener Immundefekte und bei der Überwachung des Therapieerfolgs. In dieser Arbeit wurden neue Einblicke in die Rolle antigenspezifisch aktivie...

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Main Author: Kauter, Leonie
Contributors: Eming, R. (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Doctoral Thesis
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2024
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Die Analyse der Proliferation und Aktivierung von T-Lymphozyten nach antigener oder mitogener Stimulation ist ein wichtiger Parameter bei der Diagnose verschiedener Immundefekte und bei der Überwachung des Therapieerfolgs. In dieser Arbeit wurden neue Einblicke in die Rolle antigenspezifisch aktivierter T-Zellen bei den zellulären und humoralen Mechanismen der adaptiven Autoimmunantwort bei Pemphigus vulgaris (PV) und Birkenpollenallergie (BPA) gewonnen. Sowohl nach Stimulation mit humanem Desmoglein (Dsg) 3, dem Hauptautoantigen bei PV, und nach Stimulation mit Birkenpollenextrakt (BPE) war die Expression von CD154 bei PV-Patienten und BPA im Vergleich zu gesunden Kontrollen (K) signifikant erhöht. Das Auftreten von reaktiven CD4+CD154+ T-Zellen war dabei nicht auf spezielle TH-Subtypen begrenzt. Darüber hinaus induzierte die Stimulation mit immundominanten Dsg3-Epitopen, insbesondere P2, eine starke CD4+ T-Zell-Reaktion über eine CD40-CD154-Interaktion, die dem menschlichen Dsg3-Protein ähnelt. Patienten mit aktiver Erkrankung (Partieller Remission) wiesen eine höhere Anzahl von Dsg3-und peptidspezifischen reaktiven CD4+ T-Zellen als Patienten in kompletter Remission oder K auf. Durch die Isolierung dieser Zellen mittels Oberflächen- und Intrazellularfärbung und anschließender Durchflusszytometrie konnte eine schnelle ex-vivo Manipulation und detaillierte Analyse der CD4+ CD154+ T-Zellen durchgeführt werden. Diese Methode ermöglichte die Detektion von CD154+CD4+ T-Zellen unabhängig von ihrer Zytokinproduktion und MHC-Haplotyp. Die Ergebnisse zeigen, dass die CD154-Expression hoch sensitiv und spezifisch für humane antigenspezifisch aktivierte CD4+ T-Zellen bei PV und BPA ist. Die Arbeit legt nahe, dass antigenspezifisch aktivierte CD154+ CD4+ T-Zellen eine zentrale Rolle in der Pathogenese spielen. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die verschiedenen Einflussfaktoren auf die CD154-Expression und die langfristigen Auswirkungen besser zu verstehen. Diese Arbeit legt einen Grundstein für zukünftige prädiktive Mittel zur Überwachung der Krankheitsaktivität und zur Überprüfung von Immuntherapien
ISBN:DOI:10.3389/fimmu.2022.979277
DOI:10.17192/z2024.0253