Modern Technologies in Geography Education - Mobile and Virtual Approaches for Extracurricular Environments

This dissertation is based on three studies investigating innovative didactic approaches based on modern technologies in extracurricular geography teaching. Besides the conception and evaluation of contemporary educational approaches, the central motive is to contribute to promoting a technologicall...

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Main Author: Bengel, Phillip T.
Contributors: Peter, Carina (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Doctoral Thesis
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2023
Subjects:
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Diese Dissertation basiert auf drei Studien, die sich im Kern mit der Untersuchung innovativer didaktischer Ansätze, basierend auf modernen Technologien im außerschulischen Geographieunterricht beschäftigen. Zentrale Motivation ist, neben der Konzeption und Evaluation zeitgemäßer Bildungsansätze, dadurch auch einen Beitrag für die Förderung einer technologisch aufgeschlosseneren Gesellschaft zu leisten. In der ersten Studie wurde der Modern Technology Attitude Index (MTAI) auf der Grundlage eines quantitativen Datensatzes mit Hilfe einer Faktorenanalyse entwickelt und validiert, um anschließend die Einstellung angehender Geographielehrkräfte zur modernen Technologie im Bildungskontext zu messen. Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommenen Vorteile und Erleichterungen durch moderne Technologie stark mit dem fachspezifischen Interesse der Befragten korreliert, während bei den affektiven Einstellungen geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt wurden. In den Folgestudien wurde das Instrument zusammen mit anderen quantitativen Messwerkzeugen an jugendlichen Schülerinnen und Schülern Hessischer Gymnasien angewendet, um damit die Effekte technologie-gestützter Bildungsansätze für Schul-Exkursionen zu untersuchen. Dabei spielte ein multiperspektivischer Ansatz, zusammen mit mobilem digitalem spielbasiertem Lernen (mDGBL) zur Vermittlung von umwelt- und technologiebezogenen Inhalten im Ökosystem Wald, eine zentrale Rolle. Der multiperspektivische Ansatz zielt darauf ab, die Komplexität der Lerngegenstände im Geographieunterricht durch den Wechsel räumlicher und fachlicher Perspektiven zu reduzieren. Die Integration von digitalem spielbasiertem Lernen unterstützt diesen Prozess durch die fiktive Handlung eines Spiels, dass einerseits nah an der Realität angelehnt, aber zugleich durch seine strukturellen und räumlichen Grenzen in der Komplexität limitiert ist. Die erste Intervention führte zu einer signifikanten und langfristigen Verbesserung des fachspezifischen Wissens der Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Der Kenntniserwerb blieb dabei unbeeinflusst von inhaltsbezogenen Einstellungen, fachlichen Vorkenntnissen, Geschlecht und Alter der Teilnehmenden. Die darauffolgende Studie untersuchte das Potenzial von virtuellen Exkursionen in Kombination mit den oben genannten Ansätzen. Hier zeigte ein Vergleich, dass virtuelle spiel-basierte Formate, ebenso effektiv bei der Wissensvermittlung sein können, wie vergleichbare, im Realraum durchgeführte Exkursionen. Darüber hinaus bestärkten die Ergebnisse, eine, aus den vorherigen Studien hervorgegangene Annahme, dass bestimmte technophobe Einstellungsmerkmale bei weiblichen Teilnehmenden stärker ausgeprägt sind als bei Männlichen. Die Teilnahme an der spielbasierten virtuellen Exkursion schien diesen Unterschied jedoch auszugleichen und bei beiden Geschlechtern, aversive Einstellungen gegenüber modernen Technologien zu verringern und eine positive Einstellung zu fördern. Insgesamt heben die Studien die positiven Auswirkungen technologiebasierter Ansätze auf den Erwerb fachspezifischer Kenntnisse, sowie kognitive und verhaltensbezogene Einstellungen hervor. Sie decken gleichzeitig geschlechtsspezifische Unterschiede bei affektiven Einstellungen auf und weisen auf Ansätze hin diese zu adressieren. Zusammenfassend bieten die Ergebnisse wertvolle Einblicke in Möglichkeiten des digitalen und technologie-gestützten Lernens und seine Potenziale für innovative außerschulischer Bildung. Sie könnten damit zur Weiterentwicklung des Geographieunterrichts in der Betrachtung von Mensch-Technik-Umwelt Systemen und damit erfolgreich zu einer technologisch aufgeschlosseneren Gesellschaft beitragen.