Vergleich und Analyse der Eigenschaften eines Bulk-Fill-Komposits mit denen eines herkömmlichen lichthärtenden Universalkomposits

Das Ziel der experimentellen In-Vitro-Untersuchung war das Erarbeiten und die Analyse der Eigenschaften des Bulk-Fill-Komposits „Filtek™ One Bulk Fill“ der Firma 3M (3M Deutschland GmbH, Neuss, Deutschland) und des konventionellen Universalkomposits „Venus® Diamond“ der Firma Kulzer (Kulzer GmbH, Ha...

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Main Author: Tyss, Anna
Contributors: Frankenberger, Roland (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2021
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Das Ziel der experimentellen In-Vitro-Untersuchung war das Erarbeiten und die Analyse der Eigenschaften des Bulk-Fill-Komposits „Filtek™ One Bulk Fill“ der Firma 3M (3M Deutschland GmbH, Neuss, Deutschland) und des konventionellen Universalkomposits „Venus® Diamond“ der Firma Kulzer (Kulzer GmbH, Hanau, Deutschland). Der Fokus lag insbesondere auf der Dentinhaftung in Kavitäten mit einem hohen C-Faktor in Bezug auf verschiedene Applikationsmethoden. Im Rahmen der Studie wurden 40 extrahierte, humane, karies- sowie füllungsfreie Weisheitszähne präpariert (Klasse-I-Kavität; L: 5mm, B: 5mm, T: 4mm) und anschließend randomisiert auf 8 Gruppen à 5 Zähne aufgeteilt. Die Gruppen unterschieden sich in dem Material und in der Applikationsart. Als Haftvermittler wurde für alle Gruppen das Universaladhäsiv „Prime and Bond active“ (Dentsply Sirona Inc., York, Pennsylvania, USA) verwendet. Gruppe 1: Filtek One, Bulk-Fill; Gruppe 2: Filtek One, 2mm-Inkremente; Gruppe 3: Filtek One – 3mm-Inkrement, Venus – Restschicht; Gruppe 4: Filtek One – 2mm-Inkrement, Venus – Restschicht; Gruppe 5: Filtek One – 1mm-Inkrement, Venus – 2 Schichten; Gruppe 6: Venus, 1mm-Inkremente; Gruppe 7: Venus, 2mm-Inkremente; Gruppe 8: Venus, Bulk-Fill. Nach der Fertigstellung der Füllungen, fand die Herstellung der Probenstäbchen mithilfe des Präzisionstrenners „IsoMet™ 1000“ (Buehler, Esslingen, Deutschland) statt. Die Fläche eines Stäbchens belief sich auf ca. ≤1mm2, die Gesamtzahl der Stäbchen pro Zahn sollte im Idealfall 16 ergeben. Anschließend wurde der Dentinhaftwert (MPa = N/mm2) an den unversehrten Proben ermittelt. Dies fand in Form eines Mikrozugversuchs an der Kleinlast-Prüfmaschine MTD-500 (SD Mechatronik, Feldkirchen-Westerham, Deutschland) statt. Die Daten wurden mit dem Statistik-Programm SPSS (IBM, Chicago, Illinois, USA) ausgewertet. Im weiteren Schritt wurden die Frakturflächen unter dem Rasterelektronenmikroskop „Phenom“ (Thermo Fisher Scientific, Eindhoven, Niederlande) untersucht. Das „3M™ Filtek™ One Bulk Fill“- Komposit wurde für direkte Füllungen mit Schichtstärken von bis zu 4mm konzipiert. Der untersuchte Dentinhaftwert für diese Art von Füllung lag bei ?̅=14,2 MPa (SD=5,4). Überaschenderweise erzielte das Material „Venus® Diamond“ für die Bulk-Fill-Technik eine Dentinhaftung von ?̅=15,2 MPa (SD=5,6; p>0.05). Alle anderen Gruppen ähnelten in ihren Dentinhaftwerten einander, wobei ein Vorteil von der Inkrement- bzw. Schichttechnik gegenüber der Bulk-Applikation beobachtet wurde (p<0.05). Ebenso war die Anzahl der „Pretest-Failures“ im Vergleich zu anderen Studien niedrig, was darauf hinweist, dass alle verwendeten Materialien und Versuchsanordnungen bei dieser Untersuchung recht zufriedenstellend abschnitten.
Physical Description:92 Pages
DOI:https://doi.org/10.17192/z2021.0391