Überlebensstudie am transgenen Tumormausmodell des Pankreaskarzinoms bei Chemotherapie mit Gemcitabine und additiver Aspirinapplikation.

Das Pankreaskarzinom ist eine hochmaligne Erkrankung mit einer schlechten Prognose. Jährlich erkranken beinahe 14000 Menschen in Deutschland am duktalen Adenokarzinom des Pankreas, dies entspricht ungefähr 3 Prozent der Krebserkranungen in Deutschland und ist damit die vierthäufigste Tumorerkranku...

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Main Author: Plaßmeier, Lars Christian
Contributors: Fendrich, Volker (Prof. Dr. med.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2021
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Das Pankreaskarzinom ist eine hochmaligne Erkrankung mit einer schlechten Prognose. Jährlich erkranken beinahe 14000 Menschen in Deutschland am duktalen Adenokarzinom des Pankreas, dies entspricht ungefähr 3 Prozent der Krebserkranungen in Deutschland und ist damit die vierthäufigste Tumorerkrankung bei Männern und die fünfthäufigste bei Frauen weltweit [2]. Die bisher einzige kurative Möglichkeit ist die chirurgische R0-Resektion. Insgesamt beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate weniger als 2 Prozent [64]. Da das Pankreaskarzinom eine überaus schlechte Prognose hat und die aktuell zur Verfügung stehenden Therapieoptionen durch verschiedene Chemotherapien zwar signifikante Überlebensverlängerungen erzielen, diese aber keineswegs zufriedenstellend sind, ist die Erforschung neuer Therapieansätze von größter Wichtigkeit [28]. Hierzu wurde von der Arbeitsgruppe um Dave Tuveson ein transgenes Tumormausmodell des Pankreaskarzinoms entwickelt, welches die Karzinogenese, das Tumorwachstum und die Metastasierung in einer mit dem Menschen vergleichbaren Tumorgenese nachbildet [40]. Hierdurch ist eine in vivo Untersuchung neuer Therapien möglich. In unserer Arbeitsgruppe wurde bereits ein vielversprechender Ansatz mit Enalapril und Aspirin als Chemoprävention des Pankreaskarzinoms etabliert [27]. Dieser Therapieansatz führte zu einer deutlichen Verlangsamung und partiellen Suppression des Tumorwachstums. In der folgenden Arbeit wurde der Effekt einer additiven Aspirintherapie zur Gemcitabine-Standardchemotherapie auf das Überleben der Pdx-1-Cre; LSL-KrasG12D/+; LSL-Trp53R172H/+-Mäuse in einem Tumortherapieansatz untersucht. Es zeigte sich, dass Aspirin das Überleben der Tiere gegenüber der Gemcitabinemonotherapie nicht verlängert (200 vs. 190; p=0,09). Eine Auswirkung auf die Expression von relevanten Zielproteinen wie NF-kB konnte im Vergleich zum präventiven Ansatz nicht nachgewiesen werden. Daher bleibt die Aspirintherapie eine in der Prophylaxe im Tiermodell erfolgreich angewandte Option, welche in der Tumortherapie keine signifikanten Effekte erzielen konnte. Ob eine derartige Therapie im prophylaktischen Setting auch beim Menschen sinnvoll ist bleibt weiterhin unklar.
Physical Description:67 Pages
DOI:https://doi.org/10.17192/z2021.0185