Speaking to an imagined community. How the Paris Peace Agreements shaped ideas of the new political order in Cambodia 1992-93

Despite the importance that current peacebuilding literature assigns to internal legitimacy, we know next to nothing about the development and the negotiation of ideas in the context of an intervention: How exactly do interveners convey an image of the new political order? How do local political ac...

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Main Author: Travouillon, Katrin
Contributors: Bonacker, Thorsten (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2015
Friedens- und Konfliktforschung
Subjects:
L
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Table of Contents: Die aktuelle Forschung zu internationalen Interventionen und externer Demokratisierung misst der Entwicklung von interner Legitimität größte Bedeutung bei. Trotz dieses neugefundenen Konsens ist so gut wie nichts über die Entwicklung und Verhandlung von politischen Ordnungsvorstellungen im Kontext einer Intervention bekannt. Wie genau präsentieren Intervenierende ein Bild der neuen Ordnung? Wie stellen sich lokale politische Akteure die politische Zukunft vor? Wie vermitteln sie diese Ordnungsvorstellungen an ihre Wähler? Und wie beeinflussen übereinstimmende oder widersprüchliche Ideen das Verhältnis zwischen internationalen und lokalen politischen Akteuren? Diese Arbeit macht einen Beitrag zur Theoretisierung des externen Nationbuildings: Sie entwickelt einen theoretischen Rahmen mit dem die andauernden, konflikthaften Verhandlungen zwischen internationalen und lokalen Akteuren über politische Ordnungsvorstellungen beobachtbar gemacht werden. Der Ansatz basiert auf einem theoretischen Verständnis von politischer Autorität, das eng an Prozesse der Formierung kollektiver Identität anschließt. Die Analyse basiert auf Audio- und Videomaterial, das von UNTAC produziert wurde, der öffentlichen und internenen Kommunikation des Information and Education Units, sowie Interviews mit kambodschanischen Politikern und ehemaligen Mitgliedern der Mission, die in den frühen 90er Jahren stattfand. Die Analyse dokumentiert die Strategien der Transitional Authority basierend auf ihrer Interpretation der Pariser Friedensverträge den öffentlichen politischen Diskurs zu disziplinieren. Darüber hinaus wird gezeigt, wie lokale politische Akteure versuchen politische Autorität zu entwickeln, indem sie die Ansprüche und Ideen der Intervenierenden bestätigen, zurückweisen, oder durch eigene Interpretationen verändern. Vorstellungen der neuen politischen Ordnung, dies ist das zentrale Argument, sind das Resultat dieser kreativen Verhandlungen.