Innovation-economic and spatial aspects of firm growth - The contribution of firm-internal and firm-external factors

This thesis is explorative in nature. Based on empirical investigations of different research fields (i.e. Geography and Economics), it analyses firm growth in terms of factors and sources that come internal and external to firms. This book deals with the integration of different growth related dime...

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Main Author: Schimke, Antje
Contributors: Brenner, Thomas (Prof. Dr. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2012
Subjects:
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Table of Contents: In der vorliegenden kumulativen Dissertation werden die verschiedenen Dimensionen (räumliche, zeitliche und institutionelle Dimension) und Determinanten (firmeninterne und firmenexterne Faktoren) des Firmenwachstums analysiert. Firmenwachstum ist ein heterogener und idiosynkratrischer Prozess, der durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt werden kann (Coad 2009). Diese Faktoren sind zum Teil hochdynamisch und hängen intertemporal voneinander ab. Nach Werlen (2000) entwickelt die raumzentrierte Geographie Raummodelle, welche die räumlichen und zeitlichen Dimensionen des ökonomischen Handelns ungeklärt lassen. Die Vielfalt von ökonomischen Aktivitäten werden daher nicht berücksichtig bzw. werden in einer sogenannten 'Black-Box' reduziert (z.B. Böventer 1962, Isard 1956, Krugman 1991, 1995). Das in dieser Arbeit entwickelte Modell geht über das 'Black-Box-Konzept' hinaus und analysiert die dynamischen Prozesse und räumliche Interaktionen im Wachstumsprozess von Unternehmen. Neben diesen zum Teil sehr heterogenen Einflussgrößen weisen die Firmen selbst sehr unterschiedliche Charakteristiken auf. Das führt dazu, dass bestimmte Faktoren Wachstumstreiber für die einen, jedoch Hemmnisse für die anderen darstellen. Aufgrund der Vielzahl bestehender Firmeneigenschaften wird in dieser Arbeit der Fokus auf Firmen gelegt, die entsprechend ihrer Größe, ihres Alters und ihrer Industriezugehörigkeit klar einzuordnen sind. Darüber hinaus wird im Verlauf der Analysen auf sogenannte stilisierte Fakten (Größe, Alter, Industriezugehörigkeit) überprüft. Neben detaillierten Untersuchungen bzgl. einzelner Wachstumsfaktoren wird in dieser Arbeit ein allgemeiner Analyserahmen entwickelt, der es ermöglicht in zukünftigen Untersuchungen bisher kaum berücksichtige Aspekte zu analysieren und einzuordnen. Der erste Teil der Dissertation analysiert den Einfluss von firmeninternen Faktoren auf das Wachstum von Firmen. Als firmeninterne Faktoren sind hier in erster Linie F&E Aktivitäten (gemessen in explizitem Wissen u. materiellen Werten) und die Exportorientierung von Firmen gemeint. In den Untersuchungen werden zunächst die relevanten Firmen gemäß ihrer Wachstumspfade und Entwicklungsmuster charakterisiert, woraufhin der Einfluss der firmeninternen Faktoren auf ebenjene Entwicklungsmuster getestet wird. Darüber hinaus werden zeitliche Effekte, d.h. zeitverzögerte Wirkungen von F&E Aktivitäten untersucht. Ein zentrales Ergebnis dieser Analysen ist, dass interne F&E Aktivitäten sehr wohl Einfluss auf das Wachstum von Firmen haben. Präziser formuliert sind es bestimmte Entwicklungsmuster (Wachstum, Stagnation, Schrumpfung), zeitliche Effekte (zeitverzögerte Wirkung) sowie die Höhe interner F&E-Aktivitäten gleichermaßen, die das Wachstum von Firmen beeinflussen, d.h. beschleunigen oder sogar abschwächen können. Der zweite Teil der Arbeit analysiert die Wirkung von firmeninternen und firmenexternen Faktoren. Ziel dieser Analysen ist es, herauszufinden welche Rolle F&E Kooperationen, gefördert durch direkte und indirekte staatliche F&E Subventionen, auf das Wachstum von Firmen haben. Hierbei werden verschiedene F&E Kooperationen (z.B. kooperierend, nicht kooperierend) konstruiert und evaluiert, um den Einfluss von firmenexternen Faktoren sowie den Effekt von räumlicher Verfügbarkeit von externem Wissen in Form von F&E-Projekten zu analysieren. Wesentliches Ergebnis dieser Analysen ist es, dass die Wachstumschancen von Firmen durch F&E-Kooperationen und gemeinschaftliche F&E-Projekte entscheidend beeinflusst werden. Während das Wachstum von KMUs durch Interaktionen zu Forschungseinrichtungen wesentlich beeinflusst werden kann, treiben F&E-Kooperation das Wachstum von größeren Firmen nur selten voran. Der dritte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung von firmenexternen Faktoren (z.B. Forschungseinrichtungen, Universitäten, andere Firmen) und räumlichen Beziehungen (z.B. räumliche Nähe) auf das Wachstum von Firmen. Dafür werden Variablen wie räumliche Nähe der Akteure, Zugang zu Wissen in branchenähnlichen bzw. branchenfremden Industrien und regionale Verfügbarkeit von Wissen in Form von hochqualifiziertem Personal in Betracht gezogen und analysiert. Wichtige Ergebnisse sind, dass die Wirkung von externen Faktoren von den Firmeneigenschaften abhängen wie zum Bespiel Firmengröße, Art der Wissensquelle und dem Wachstumsniveau. Weiterhin können branchenähnliches und branchenfremdes Wissen gleichermaßen das Wachstum von Firmen beeinflussen. Sie sind deshalb wichtig um eine effektive Wissensnutzung zu gewährleisten und fachspezifische aber auch fachfremde Wissens-Spillover zu bieten. Die regionale Verfügbarkeit von hochqualifiziertem Personal, externem Wissen und dessen Zusammensetzung beeinflusst daher die Entwicklung und das Wachstum von Firmen. Unter Kenntnis der empirischen Resultate werden politikrelevante Aspekte diskutiert. Die praktische Relevanz der Dissertation weist verschiedene Felder auf, die von firmenspezifischen Aktivitäten, Investitionen und Handlungen über räumliche Aspekte der Verfügbarkeit der regionalen Wissensbasis bis hin zu politischen Fragestellungen und Implikationen reicht. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit können als empirische Grundlage für firmeninterne Handlungsentscheidungen sowie als Basis für politische Handlungsempfehlungen - insbesondere für Implikationen im räumlichen und regionalen Kontext – dienen. Die Arbeit ist unter Betreuung von Prof. Dr. Dr. Thomas Brenner am Fachbereich Geographie der Philipps-Universität Marburg entstanden und in englischer Sprache verfasst.