Regulation des Energiehaushalts von Kleinsäugern unter besonderer Berücksichtigung saisonaler Stoffwechseladaptionen des Dsungarischen Zwerghamsters, Phodopus sungorus.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Regulation und Anpassungsfähigkeit des Energiehaushalts von Kleinsäugern und veranschaulicht, wie komplex und vielfältig die regulatorischen Instanzen für einen den Umständen angemessenen Energiestoffwechsel von Endothermen sind. Sie zeigten sich in dieser Arbei...

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Main Author: Braulke, Luzie
Contributors: Heldmaier, Gerhard (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2010
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Regulation und Anpassungsfähigkeit des Energiehaushalts von Kleinsäugern und veranschaulicht, wie komplex und vielfältig die regulatorischen Instanzen für einen den Umständen angemessenen Energiestoffwechsel von Endothermen sind. Sie zeigten sich in dieser Arbeit auf Ebene der - Genexpression in der Peripherie, anhand der saisonalen Regulation der Myostatin-Expression. Hier dient sie der Regulation der Organgröße über die Inhibition des Muskelwachstums zugunsten eines geringen Körpergewichtes in jahreszeitlich bedingten Energieversorgungsengpässen im Winter. - posttranslationalen Prozessierung von Neuropeptiden im Zentralnervensystem. So ist die Genexpression und Proteinbiosynthese der an der posttranslationalen Prozessierung des Neuropeptidvorläufers POMC beteiligten PC2 im Kurztag zugunsten appetitsenkender Wirkung hochreguliert, was mit einem gesteigerten Vorkommen der anorexigenen POMC-Spaltprodukte α-MSH und β-Endorphin einhergeht. - endokrinen Kontrolle über die Art der Substratverstoffwechselung, in der offensichtlich das endogen vorkommende Schilddrüsenhormonderivat Thyronamin eine Rolle übernimmt, da es hemmend auf den Glukosestoffwechsel wirkt und zu einer Umstellung auf Lipidstoffwechsel führt. - Signaltransduktion des autonomen Nervensystems. So sind die parasympathischen und sympathischen Aktivitäten an der Generierung ultradianer Rhythmen beteiligt, die eine flexible und schnell reaktionsfähige Regulation physiologischer Prozesse ermöglichen. Desweiteren zeigte sich, daß eine intakte Neurotransmission des Sympathikus für das Auftreten der natürlichen Stoffwechseldepression des täglichen Torpors benötigt wird. - Signaltransduktion in spezialisierten Zentren des ZNS. So führt das Fehlen der zentralen CB1 Rezeptoren des Endocannabinoidsystems zu einer sympathisch vermittelten Reduktion der metabolisierten Energie, einer Steigerung der Lipidoxidation und einer gesteigerten Thermogenese, was in einem niedrigen Körpergewicht und einer Resistenz gegenüber diätinduzierter Adipositas resultiert.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2010.0757