Evalution der elterlichen Recherche bezüglich medizinischer Informationen bei Aufsuchen der kinderorthopädischen SprechstundeSchwerpunkt Internetinformationen

In den letzten Jahren wurde das Internet als Informationsquelle immer bedeutungsvoller und zahlreiche Patienten nutzen die Chance sich vorab über ihre Erkrankung zu informieren. In wieweit sich Eltern oder nahestehende Personen über die Erkrankung ihrer Kinder informieren und welche Rolle in diesem...

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Main Author: Guntermann, Lena Caroline
Contributors: Schmitt, Jan Oliver (Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2008
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:In den letzten Jahren wurde das Internet als Informationsquelle immer bedeutungsvoller und zahlreiche Patienten nutzen die Chance sich vorab über ihre Erkrankung zu informieren. In wieweit sich Eltern oder nahestehende Personen über die Erkrankung ihrer Kinder informieren und welche Rolle in diesem Zusammenhang das Internet spielt blieb in Deutschland bislang unerforscht. Ziel der vorliegenden Studie war es herauszufinden, in welchem Umfang und auf welche Weise sich Eltern und Betreuer im Vorfeld eines Besuches in der kinderorthopädischen Sprechstunde über die Krankheiten ihrer Kinder informieren und welche Rolle das Internet dabei spielt. Neben klinischen und soziodemografischen Daten wurden Angaben zu bisherigen Informationsquellen, zum Vorhandensein eines Internetanschlusses und zur Internetnutzung erhoben. Hierzu wurden im Zeitraum 22.02.2007 bis 20.12.2007 insgesamt 300 Angehörige orthopädisch erkrankter Kinder schriftlich mit Hilfe eines standardisierten und verblindet ausgewerteten Erhebungsbogens befragt. Von 300 ausgegebenen Fragebögen wurden 292 (97,3%) von den Elternteilen und Betreuern ausgefüllt und anonym abgegeben. Das durchschnittliche Alter lag über 35 Jahren und 78% waren Frauen. Mehr als die Hälfte der Befragten verfügte über Fachabitur oder Realschulabschluss. Für mehr als die Hälfte der Befragten Personen war es ein wiederholter Besuch in der Sprechstunde. Über 80% der Befragten informierten sich vor dem Ausfüllen des Fragebogens über die Krankheit Ihres Kindes. Zweiundachtzig der Befragten gaben an einen eigenen Internetanschluss zu besitzen und über 70% nutzen das Internet regelmäßig. Betreffend des Informationsbedarfes, hat die Zugehörigkeit in eine Altersgruppe, das Beziehungsverhältnis und der Bildungsstand der Befragten keine signifikante Auswirkung (p> 0,05) auf den Informationsbedarf. Die Erkrankung der Kinder hat keine signifikante Auswirkung (p> 0,05) auf den Informationsbedarf von Eltern und Betreuern. Von den Befragten, die sich im Internet über die Erkrankung ihres Kindes informierten, nutzen 90% eine Suchmaschine und fast ein Drittel besuchte ein Gesundheitsportal. Die Gruppe der Eltern und Betreuer mit Klumpfusskindern informiert sich signifikant häufiger (p< 0,001) in Internet- Spezialforen als die restlichen Befragten. Von den Internetnutzern besuchten 29% die Internetseite der Klinik und über die Hälfte der Nutzer fanden den Besuch empfehlenswert. Sechzig Prozent beurteilten ihre Suche im Internet als nützlich und neunzig Prozent würden das Internet erneut als Informationsmedium nutzen. Ein Drittel der Befragten wollten die im Internet gewonnen Informationen mit ihrem Arzt diskutieren.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2009.0351