Femorale Umbauprozesse nach totaler Hüftendoprothese 17,6 Jahre nach Implantation

Ziel dieser Studie war es, volumetrische Knochendichtedaten ausgedrückt in Hounsfield Einheiten (HU) unter Zuhilfenahme der Computertomographie zu gewinnen. Aus diesem Grund wurde ein Patientenkollektiv aus fünf postmenopausalen Patientinnen aufgestellt, die im Durchschnitt vor 17,6 Jahren hüftendop...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Author: Schultheis, Christoph Benedikt
Contributors: Lengsfeld, Markus (Prof.Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2008
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
Tags: Add Tag
No Tags, Be the first to tag this record!
Description
Summary:Ziel dieser Studie war es, volumetrische Knochendichtedaten ausgedrückt in Hounsfield Einheiten (HU) unter Zuhilfenahme der Computertomographie zu gewinnen. Aus diesem Grund wurde ein Patientenkollektiv aus fünf postmenopausalen Patientinnen aufgestellt, die im Durchschnitt vor 17,6 Jahren hüftendoprothetisch versorgt wurden. Bei diesen Patientinnen wurde jeweils eine computertomographische Aufnahme von beiden Femora erstellt. Dieses Patientenkollektiv wurde bereits 12 Jahre nach Implantation der Hüftendoprothese computertomographisch untersucht. Unter Verwendung einer speziell hierfür programmierten Software wurden nun die Veränderungen der Knochendichte des operierten Femurs und des kontralateralen Femurs der einzelnen Studienteilnehmer untersucht. Es folgte ein Vergleich der Knochendichte in dem Zeitraum 12 Jahre bis 17,6 Jahre nach OP. Zusätzlich wurde die operierte Seite mit der kontralateralen Seite verglichen, um zu verdeutlichen, dass die Abnahme der Knochendichte kein physiologischer Prozess ist, sondern durch die Implantation der Hüftendoprothese initiiert worden ist. Aufgrund eines neuen CT-Gerätes, das vor der 17,6 Jahres-Studie in Betrieb genommen worden ist, musste zusätzlich noch eine Kalibrierungsstudie folgen. Es wurde bei allen Patientinnen eine Abnahme der Knochendichte beobachtet. Bei den Patienten 11 und 20 konnte diese Reduktion als signifikant bewertet werden. Die Median-Werte für die einzelnen Zonen ergaben: +54,7HU (Zone 1), -49,8HU (Zone 2), -120,4HU (Zone 3), -1,3HU (Zone 4) -60,1HU (Zone 5), -116,8HU (Zone 6), -22,7HU (Zone 7) Im Vergleich zur kontralateralen Seite konnte ebenfalls eine Reduktion der Knochendichte festgestellt werden. Bei den Patienten 12, 17 und 18 konnte sie als signifikant bewertet werden. Die Medianwerte für die einzelnen Zonen ergaben: -370,7HU (Zone 1), -217HU (Zone 2), -191,4HU (Zone 3), -82,9HU (Zone 4) -157,3 HU (Zone 5), -394,5HU (Zone 6), -72,2HU (Zone 7) Die hier vorgestellten klinischen, computertomographisch gewonnen Daten stellen unter Abwägung aller Vor- und Nachteile eine ethisch vertretbare und wissenschaftlich nutzvolle Datensammlung dar. Unter Anwendung der gesammelten Daten können nun Theorien über periprothetische Umbauvorgänge an realistischen Daten verglichen und validiert werden. Anhand dieser in vivo gewonnenen Daten können Computersimulationen, die knöcherne Umbauprozesse simulieren, ausgerichtet werden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2008.0321