Decolonizing perspectives in peace research

Decoloniality, decolonial perspectives, decolonial methods and the decolonization of thought have all become significant buzzwords in the academic debates of recent years. What do these terms and concepts mean, and what demands do they entail for peace studies and activism? This chapter pursues thre...

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Bibliographic Details
Published in:Handbuch Friedenspsychologie (Band 05)
Main Author: Cárdenas, María
Contributor: Forum Friedenspsychologie e.V. (Issuing body)
Contributors: Cohrs, Christopher (Editor), Knab, Nadine (Editor), Sommer, Gert (Editor)
Format: Book Chapter
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2023
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Dekolonialität, dekoloniale Perspektiven, dekoloniale Methoden und die Dekolonisierung des Denkens sind allesamt bedeutsame Schlagwörter in den akademischen Debatten der letzten Jahre geworden. Kaum, so scheint es, führt ein Weg daran vorbei. Doch was bedeuten diese Begriffe und Konzepte eigentlich und welche Forderungen gehen mit ihnen einher? Das vorliegende Kapitel verfolgt drei Ziele: Erstens soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, was dekoloniale Perspektiven als dekolonisierende transformative Praxis fordern und vorschlagen. Zweitens soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, was dies innerhalb der Friedensforschung bedeutet. Drittens werden einige zentrale Punkte aufgezeigt, die angesprochen werden müssen, wenn verhindert werden soll, dass die Dekolonisierung von Friedensforschung und -Psychologie eine Metapher wird. Das Kapitel zeigt entlang von vier Dimensionen auf, wie Kolonialität sich manifestiert und welchen Mehrwert dekoloniale Perspektiven für Friedensforschung und insbesondere Friedenspsychologie dort leisten können: (a) Wissens(re)produktion, (b) Forschungsmethoden, (c) Institutionen und Strukturen sowie (d) intra- und interpersonelle Mechanismen. Alle Abschnitte werden durch Beispiele und Orientierungsfragen begleitet. Insofern bietet das Kapitel keine Blaupause, sondern appelliert daran, dekoloniale Perspektiven als eine transformatorische Praxis zu verstehen, die für den Aufbau von Frieden unerlässlich ist.