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Titel:Detektion einer Pollenallergie durch eine elektronische Nase
Autor:Lortz, Christine
Weitere Beteiligte: Pfützner, Wolfgang (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2025
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2025/0542
DOI: https://doi.org/10.17192/z2025.0542
DDC: Medizin
Publikationsdatum:2025-10-21
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
Volatile organic compounds, Allergiediagnostik, electronic nose, eNose, Pollenallergie, Allergy, Cyranose, allergy, elektronische Nase, Allergiediagnostik, Elektronische Nase, VOCs

Zusammenfassung:
Die allergische Rhinitis ist ein globales Gesundheitsproblem. Die Prävalenz der Erkrankung steigt stetig an. Eine frühe Diagnose der Erkrankung und anschließende adäquate Behandlung sind wichtig, um die Auswirkungen auf die Lebensqualität so gering wie möglich zu halten und den die allergische Rhinitis begleitenden Komorbiditäten, wie dem Asthma bronchiale, vorzubeugen. Die Diagnostik ist oft langwierig und teilweise nicht eindeutig. In der vorliegenden Studie wurde mit der nicht-invasiven Analyse von volatilen organischen Substanzen in der Ausatemluft eine innovative Methode zur Diagnosestellung der allergischen Rhinitis untersucht. Die Ausatemluft eines Studienkollektivs von 15 Patienten mit allergischer Rhinitis sowie einer Kontrollkohorte von 19 gesunden Probanden wurde mittels Cyranose320 analysiert. Zuvor wurde eine laborchemische Bestimmung der Serumparameter, wie der Konzentration an Gesamt-Immunglobulin E und allergenspezifischem Immunglobulin E gegen Birkenpollen-, Gräserpollen- und Hausstaubmilbenextrakt sowie Wespen- und Bienengift, durchgeführt. Ferner erfolgte in der Allergikerkohorte ein Pricktest. Die Ergebnisse der Analyse der volatilen organischen Substanzen wurden mittels multivariater Analysemethoden ausgewertet. Dabei wurde eine Mahalanobis-Distanz von 1,96 als signifikant gewertet. Im Vergleich der allergischen Kohorte mit den gesunden Kontrollprobanden wurde eine Mahalanobis-Distanz von 1,193 erzielt, so dass die beiden Grup-pen, wenn auch nicht signifikant, diskriminiert werden konnten. Post hoc konnte in einer Analyse unter Berücksichtigung des spezifischen Immunglobulin E mit einer Mahalanobis-Distanz von 1,511 eine deutlich bessere Trennschärfe erreicht werden. Vergleiche anhand der klinischen Schweregrade und der Carrier-Polymer-System-Klassen des allergenspezifischen Immunglobulin E konnten teilweise signifikante Abgrenzungen der Gruppen erzielen. Folglich zeigten die in dieser Studie untersuchten Kohorten einen tendenziellen Unterschied in den Ergebnissen der Analyse von volatilen organischen Substanzen der Ausatemluft mittels Cyranose320. Weitere Untersuchungen mit größeren Probandenkollektiven könnten die Ergebnisgenauigkeit verbessern.


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