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Titel: Stellenwert der Vitrektomie in der Therapie des diabetischen Makulaödems
Autor: Barbieri, Rodrigo
Weitere Beteiligte: Schmidt, Jörg. C. (Prof. Dr. med.)
Veröffentlicht: 2017
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2017/0758
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2017-07586
DOI: https://doi.org/10.17192/z2017.0758
DDC: 610 Medizin, Gesundheit
Titel(trans.): Significance of vitrectomy for the therapy of the diabetic macula edema
Publikationsdatum: 2017-12-19
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0

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Zusammenfassung:
Die Pathogenese des diabetischen Makulaödems ist bis zu dem jetzigen Zeitpunkt unvollständig geklärt. Mehrere Faktoren werden für die Pathogenese hinzugezogen, unter anderem, der Gläskörper mit der hinteren Glaskörpergrenzschicht. In dieser retrospektiven Studie wurde in einem Kollektiv von 64 Patienten (83 Augen) die Wirkung der pars plana Vitrektomie auf die Morphologie und Funktionalität untersucht. Weiter wurde durch diese Auswertung prä- und postoperative Merkmale nach positiven und negativen prädiktiven Faktoren gesucht. Wie auch in den meisten früheren Arbeiten wurde in der vorliegenden Studie insgesamt eine positive Wirkung der Vitrektomie auf das diabetische Makulaödem festgestellt. Etwa die Hälfte der Patienten zeigten postoperativ eine Sehschärfeverbesserung. Bei ca. 33 % der Patienten blieb die Sehschärfe unverändert und bei 18 % verschlechtert sich die Sehschärfe. Eine Abnahme der Makuladicke zeigten 90 % der Augen mit der OCT Messung. Diese Abnahme war statistisch signifikant, korreliert aber nicht mit der postoperativen Sehschärfe. Das Alter der Patienten bei der Operation und die präoperative Sehschärfe wurden als positive prädiktive Faktoren gefunden. Patienten mit einer präoperativen Glaskörperblutung scheinen funktionell weniger von der Vitrektomie zu profitieren und zeigen häufig postoperative Nachblutungen, die eine Revitrektomie notwendig machen. In der aktuellen Therapie des diabetischen Makulaödems werden neben der fokalen Lasertherapie, intravitreale Injektionen von verschiedenen Wirkstoffen durchgeführt. Nach den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit sollte die Entscheidung für die Vitrektomie, vor allem bei jüngeren Patienten mit noch einer guter Sehschärfe, die nicht oder nur unzureichend auf eine vorausgegangene therapeutische Maßnahmen ansprechen, nicht lange hinausgezögert werden.

Summary:
The pathogenetic of diabetic macula edema is up to now not completley explained. Some factors are known to support the pathogenesis especially the vitreous with its boundary layers. In this retrospective study we investigated in a total of 64 patients (83 eyes) the effects of pars plana vitrectomy on morphology and functionality. Further via the evaluation of the pre- and postoperative characteristics, we searched for positive and negative predictable factors. Similar to earlier studies we found in ours the identical positive effects of vitrectomy in diabetic macula edema. Approximately half of the patients showed positive effects in their sight-improvement. However, ca. 33 % of patients displayed neither positive nor negative effects, 18 % only negative. A decrease in the macula thickness was discovered in 90% of the eyes, that had been operated on using the OCT-measurement method. Although the decrease was significant, it didn't show any correlation with the patients ability to see. The age and their preoperative sight-standard were found to be positive predictive factors. Patients with vitreous bleeding profited less from a vitrectomy and often showed postoperative bleeding, which made the initial re-vitrectomy necessary. In the current therapy of diabetic macular edema, focal laser therapy and intravitreal injection of different active substances are performed. According to the results of this study an earlier decision should be made for a vitrectomy on younger patients with a good ability to see following earlier unsuccessful therapies.


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