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Titel: Untersuchung des Einflusses hormoneller, alters-, geschlechtsbedingter und lebensstilassoziierter Parameter auf die craniofaziale Knochenregeneration
Autor: Mele, Aynur
Weitere Beteiligte: Stiller, Michael (PD Dr. Dr.)
Veröffentlicht: 2017
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2017/0461
DOI: https://doi.org/10.17192/z2017.0461
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2017-04616
DDC: Medizin, Gesundheit
Titel(trans.): Study of the influence of hormonal, age, gender and lifestyle-associated parameter on the craniofaziale bone regeneration
Publikationsdatum: 2017-09-13
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

Dokument

Schlagwörter:
sexual hormones, BMI, Body-Mass-Index, Rauchen, Lifestyleparameter, craniofazial, Knochenregeneration, Sinusbodenaugmentation, Sexualhormone, Rauchverhalten, Sinusflooraugmentation, Sexualhormon, craniofacial

Zusammenfassung:
Hintergrund Ziel der vorliegenden Studie war es die Zusammenhänge zwischen konstitutionellen Faktoren wie dem Geschlecht, dem Body-Mass-Index (BMI), dem Rauchverhalten und der hormonellen Situation auf die Knochenregeneration nach Knochenersatzmaterialanwendung im craniofazialen Bereich zu untersuchen. Material und Methoden Wir führten eine prospektive Studie durch, bei der 60 Männer und 60 Frauen im Rahmen einer zweizeitigen Sinusbodenelevation Zahnimplantate erhielten. Bei dem Re-entry nach 6 Monaten wurde der anfallende Knochen aus den Kieferabschnitten histomorphometrisch und immunhistochemisch untersucht. Zeitgleich mit dem operativen Eingriff wurde der BMI erhoben, der Nikotinkonsum erfragt und eine Bestimmung von Östradiol, Testosteron und SHBG mittels Radioimmunoassay und Eletrochemolumineszenzimmunoassay durchgeführt sowie der Androgenindex ermittelt. Ergebnisse Übergewichtige Patienten mit steigendem BMI (>25) zeigten eine signifikant höhere (p = 0,0255) Knochenregeneration und wiesen stärkere Markerexpressionen auf als nicht übergewichtige Patienten. Dieser Unterschied konnte vor allem in der Gruppe der Männer mit einem statistisch signifikanten p-Wert von 0,0301 bei den übergewichtigen Männern festgestellt werden. Wohingegen in der Gruppe der Frauen dieser Unterschied nicht signifikant war. Die Spearman Korrelation und die lineare Regressionsanlysen zeigten signifikante Assoziationen zwischen der Östradiolserumkonzentrationen (Log E2) und der Knochenregeneration bei den Männern auf. Ferner zeigten die Nichtraucher im Vergleich zu den Rauchern mit einem p-Wert von 0,0957 eine hohe Tendenz der Knochenregeneration und der osteogenen Markerexpressionen. Es konnte auch ein leichter, aber nicht signifikanter Trend (p = 0,21, Wilcoxon U-Test) zur besseren Knochenregeneration in der Gruppe der Männer gegenüber den der Frauen festgestellt werden. Schlussfolgerungen In der vorliegenden Studie können erstmals im klinisch-histologischen Vergleich geschlechtstypische und konstitutionelle Besonderheiten für den desmalen Ossifikations- und Regenerationsmodus nachgewiesen werden. Es scheint, dass bezüglich des knöchernen regenerativen Potentials Männer gegenüber den Frauen im Vorteil sind. Trotz des Wissens um die negativen Wirkungen eines erhöhten BMI scheint dieser im höheren Lebensalter einen positiven Einfluss auf die Regenerationsfähigkeit des Knochens zu haben. Ferner konnte zwar ein negativer Einfluss des Rauchens auf die Knochenregeration beobachtet, aber statistisch nicht signifikant belegt werden.

Summary:
Background The aim of the present study was to investigate the relationships between constitutional factors as sex, body mass index (BMI), smoking behavior and the hormonal situation in bone regeneration using bone substitute materials in craniofacial area. Materials and Methods We conducted a prospective study in which 60 men and 60 women were given as part of a twostage sinus lift procedure dental implants. In the re-entry after 6 months the accumulating bone of the jaw sections was examined by histomorphometry and immunohistochemistry. Coinciding with the surgery the BMI was evaluated, inquired of nicotine consumption and performed a measurement of estradiol, testosterone and SHBG by radioimmunoassay and Eletrochemolumineszenzimmunoassay and the androgen index. Results Obese patients with increasing BMI (> 25) showed a significant higher bone regeneration (p = 0.0255) and greater marker Expressions than non-obese patients. This difference could be observed mainly in the group of men with a statistically significant p-value of 0.0301 in the overweight men. Whereas in the group of women this difference was not significant. The Spearman correlation and linear regression analysis revealed significant associations between the estradiol serum levels (Log E2) and of bone formation in men. In addition, the non smokers showed compared to smokers with a p-value of 0.0957 to a high tendency in bone regeneration and the osteogenic marker expression. There was also found a slight, but not significant trend (p = 0.21, Wilcoxon U test) for better bone formation in the group of men compared to women. Conclusions The present study initially verified in a clinical-histological comparison gender-typical and constitutional aspects for the intramembranous ossifications and regenerations modus. It seems that with respect to the osseous regenerative potential men towards women at an advantage. Despite the knowledge of the negative effects of increased BMI it seems that BMI has a positive impact on the regenerative capacity of the bone in the elderly. Furthermore, it was observed a negative but non statistically significant influence of smoking on bone regeneration.


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