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Titel: Einfluss von Koffein auf die laparoskopische manuelle Geschicklichkeit
Autor: Gerdes, Anna
Weitere Beteiligte: Hoffmann, Sebastian (Prof. Dr.)
Veröffentlicht: 2015
URI: https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2015/0088
DOI: https://doi.org/10.17192/z2015.0088
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2015-00885
DDC: Medizin
Titel(trans.): Influence of caffeine on laparoscopic fine motor skills
Publikationsdatum: 2015-02-23
Lizenz: https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
laparoscopy, Geschicklichkeit, Coffein, caffeine, fine motor skills, Laparoskopie

Zusammenfassung:
Koffeinkonsum führt zu Tremor, der wiederum einen negativen Einfluss auf feinmotorische Fertigkeiten eines Chirurgen haben könnte. Es gibt Hinweise in der Literatur, dass eine vollständige Koffeinabstinenz von Chirurgen an einem Tag sinnvoll ist, an dem sie noch eine feinmotorisch anspruchsvolle Operation durchführen müssen. Chirurgen trinken häufig in Operationspausen Kaffee. In dieser Studie wurde geprüft, ob dieses Verhalten einen negativen Einfluss auf die Operationsfertigkeiten hat, unabhängig davon, ob der Chirurg zuvor bereits Kaffee getrunken hat. Die feinmotorischen operativen Fertigkeiten von 107 Probanden wurden mittels zweier standardisierter und validierter laparoskopischer Übungen („Lifting&Grasping“=Heben und Greifen; „Clip Applying“=Clipanwendung) an einem Laparoskopiesimulator (LapSim®, Göteborg/Schweden) vor und 30 Minuten nach Applikation von Koffein (Verumgruppe) bzw. Placebo (Kontrollgruppe) prospektiv randomisiert untersucht. Einflussfaktoren (Alter, Geschlecht, laparoskopische Erfahrung, Nikotinkonsum, Kaffeekonsum vor Studienteilnahme) wurden durch einen standardisierten Fragebogen erfasst und auf gleiche Verteilung in der Verum- und Placebogruppe getestet. Aus beiden Übungen wurden Messparameter erfasst, deren Differenzen und ein daraus errechneter „Effekt“ (Score) mit dem t-Test für unverbundene Stichproben zum Signifikanzniveau 5% auf Unterschiede in der Verum- und Placebogruppe getestet wurden. Ergebnisse: Sowohl in der Verum- als auch in der Placebogruppe zeigte sich in der Übung „Lifting&Grasping“ von der ersten zur zweiten Messung eine Leistungsverbesserung, welche in der Übung „Clip Applying“ nicht messbar war. 30 Minuten nach Kaffeekonsum unterschieden sich die beiden Gruppen nicht hinsichtlich des Zielparameters „Effekt“ („Lifting&Grasping“: p=0,079 und „Clip Applying“: p=0,511), ebenso wie im Vergleich der Differenzen der manuellen Einzelparameter. Nach der vorliegenden Studie führt ein zusätzlicher Koffeinkonsum in Operationspausen nach morgendlichem Kaffeekonsum nicht zu einer weiteren nachweisbaren Verschlechterung der feinmotorischen Fertigkeiten und ist damit irrelevant. Folglich dürfen Chirurgen weiter Kaffee zwischen Operationen trinken, wenn sie am gleichen Tag bereits Kaffee getrunken haben.

Summary:
Caffeine intake leads to tremor which might have a negative effect on surgeons’ fine motor skills. According to some references avoiding caffeine on day of surgery can be useful if a surgeon has to perform an operation demanding good hand control. Surgeons often drink coffee in their break time. In this study we will examine if this behaviour has a negative effect on the operative skills regardless whether the surgeon drank some coffee before. The fine motor skills of 107 subjects were tested prospectively and were randomised with two standardized and validated laparoscopic exercises (“Lifting and Grasping”, “Clip Applying”) at a laparoscopy simulator (LapSim®, Göteborg/Schweden) before and 30 minutes after caffeine (verum group) or placebo intake (control group). Data on influencing factors such as age, gender, laparoscopy experience, smoking, coffee intake before starting the study were recorded in a standardized questionnaire and tested for equal distribution in both, verum and control groups. In both exercises 4 parameters were recorded, their differences and the resulting effect (score) were measured in both groups (verum and control groups) and then tested for differences between the verum and control group. The significance level was 5 %. Results: An obvious improvement for both groups from first to second measurement during “Lifting and Grasping” exercise could be observed. However, there were no differences in “Clip Appling” exercise in both groups. Both groups showed no differences in “Lifting and Grasping” (p=0,079) or “Clip Applying” (p=0,511) exercise 30 min after caffeine intake even when single parameter differences were compared. In our study we verified that caffeine intake during operation break times does not lead to further deterioration of fine motor skills performance.


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