Publikationsserver der Universitätsbibliothek Marburg

Titel:Dreidimensionaler Knochenabbau an Implantaten bei Patienten mit generalisierter aggressiver und chronischer Parodontitis
Autor:Kehl, Marcus W.
Weitere Beteiligte: Mengel, R. (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2010
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2010/0250
DOI: https://doi.org/10.17192/z2010.0250
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2010-02509
ISBN: 978-3-86853-395-8
DDC:610 Medizin
Titel (trans.):Three-dimensional bone loss of implants in patients treated for chronic and aggressive periodontitis
Publikationsdatum:2010-04-27
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
Bone Loss, Knochenabbau, Periodontitis, Volumentomographie, Parodontitis, CBCT

Zusammenfassung:
Ziel: Bestimmung des dreidimensionalen marginalen Knochenangebots an Implantaten bei Patienten mit behandelter chronischer und aggressiver Parodontitis 3 – 15 Jahre nach Belastung. Material und Methode: Jeweils 17 Patienten mit generalisierter aggressiver (GAP) und generalisierter chronischer Parodontitis (GCP) mit 119 Implantaten wurden untersucht. Die Implantate wurden auf Knochenniveau inseriert und hatten eine marginale Knochendicke von mindestens 2 mm. Die klinischen Untersuchungen wurden innerhalb eines 3-monatigen Recalls nach Eingliederung der Suprakonstruktion durchgeführt. DVT-Aufnahmen wurden zur Bestimmung des dreidimensionalen Knochenverlusts und der Mukosadicke mit einer Zinnfolie auf dem Weichgewebe einmalig nach 3-15 Jahren angefertigt. Klinische Parameter wurden am selben Tag nochmals erhoben. Bei der statistischen Auswertung wurde der Mann-Whitney-Test für Gruppenvergleiche herangezogen und die Spearman Korrelation für den Zusammenhang zwischen klinischen und radiologischen Parametern. Statistisch signifikant war p < 0,05. Ergebnisse: Beide Gruppen hatten vestibulär den meisten Knochenabbau. Bei GAP Patienten (4,49 ± 2,93 mm) war dies stärker ausgeprägt als bei GCP Patienten (3,57 ± 2,94 mm). In beiden Gruppen zeigte sich der meiste Knochenabbau im Unterkiefer (GAP: 3,03 ± 1,95 mm; GCP: 2,42 ± 0,97 mm). Die periimplantäre Mukosa war im Oberkiefer (GAP: 1,94 ± 1,16 mm; GCP: 2,02 ± 1,14 mm) und im Unterkiefer (GAP: 1,02 ± 1,04 mm; GCP: 1,06 ± 0,96 mm) dick. Es zeigten sich signifikante Korrelationen zwischen den klinischen Parametern und dem Knochenabbau im Unterkiefer von GAP Patienten. Konklusion: Der größte Knochenabbau fand sich vestibulär in der anterioren Mandibula. Bei GAP Patienten zeigten sich Korrelationen zwischen der Mukosadicke und dem Knochenabbau. Plaque-bedingte Entzündungen sowie die Breite und Dicke der KM schienen den größten Einfluss auf den periimplantären Knochenabbau in unserer Studie gehabt zu haben.


* Das Dokument ist im Internet frei zugänglich - Hinweise zu den Nutzungsrechten