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Titel:Zur Qualität der Applikation von Wurzelkanalmedikationen in Gelform und als Paste in Abhängigkeit von der Aufbereitungsgröße
Autor:Jablonski, Boris-Klaus
Weitere Beteiligte: Stoll, Richard (Prof. Dr.)
Veröffentlicht:2008
URI:https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0984
URN: urn:nbn:de:hebis:04-z2008-09849
DOI: https://doi.org/10.17192/z2008.0984
DDC:610 Medizin
Titel (trans.):Application quality of root canal dressing with gel/cannule and paste/lentulo
Publikationsdatum:2009-01-12
Lizenz:https://rightsstatements.org/vocab/InC-NC/1.0/

Dokument

Schlagwörter:
Root canal dressing, Wurzelkanalmedikation, Chlorhexidindigluconat-Gel, Chlorhexidin gel

Zusammenfassung:
Einleitung: Medikamentöse Zwischeneinlagen in initial oder definitiv aufbereiteten Wurzelkanälen sollen homogen und möglichst bis zum Apex eingebracht werden. Dieses Ziel ist mit der klassischen Technik (Paste & Füllspirale) nicht immer leicht zu erreichen. Alternative Einlagemedikamente in Gelform legen die Applikation mittels Kanüle nahe. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, ob mit der Kombination Gel/Kanüle eine zumindest gleichwertige Einlagemedikation zu erreichen ist. Material und Methode: Die Wurzelkanäle von 40 extrahierten und einkanaligen Frontzähnen wurden nach der Crown-Down-Technik maschinell aufbereitet. Je 20 Zähne wurden auf einen apikalen Durchmesser der ISO-Größe 04/25 und ISO 04/35 aufbereitet. Alle 40 Zähne wurden danach randomisiert in 4 Gruppen eingeteilt. Drei verschieden Formulierungen (CHX/BaSo4, CHX/Ca(OH)2/BaSo4, Ca(OH)2/BaSo4) wurden mit zwei unterschiedlichen Methoden (Kanüle mit Durchmesser 0.4 mm, Füllspirale ISO 25) in die Wurzelkanäle eingebracht. Dabei entstanden folgende Versuchsgruppen: Gruppe 1: CHX/BaSo4 mit Kanüle und Druckanästhesiespritze appliziert, Gruppe 2: CHX/Ca(OH)2/BaSo4 mit gleicher Methode, Gruppe 3: CHX/Ca(OH)2/BaSo4 mit Füllspirale gefüllt, Kontrollgruppe: Ca(OH)2/BaSo4 mit Füllspirale gefüllt (Goldstandard). Nach jeder Applikation wurden Röntgenbilder in 2 Ebenen angefertigt und ausgewertet. Bestimmt wurde die Füllungstiefe als Distanz der Einlage vom Apex sowie die Homogenität der Füllung. Die statistische Auswertung erfolgte mittels zweifaktorieller Varianzanalyse (Signifkanzniveau p=0,05). Ergebnisse: Die Bestimmung der Eindringtiefe der unterschiedlichen Formulierungen zeigte keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Versuchsgruppen und der Kontrollgruppe. Die Aufbereitungsgröße 04/35 und 04/25 hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Eindringtiefe. Die verschiedenen Applikationsmethoden zeigten keinen signifikanten Unterschied in Bezug auf die Blasenbildung im Wurzelkanal. Schlussfolgerung: CHX-Gel kann mit einer Kanüle (Durchmesser 0,4 mm) in die gesamte Wurzelkanallänge eingebracht werden. Weiterhin kann eine Formulierung von CHX/Ca(OH)2 mittels einer Kanüle, genauso eingebracht werden wie mit konventionellen Methoden (Füllspirale).


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