Perceived Parenting Styles and Juvenile Delinquency in Pakistan

Life transitions are stages in development when human experiences key changes (Lenz, 2001). Adolescence is a transitional phase because it is denoted with rapid physical, cognitive, emotional, and social changes (Steinberg, 2014). Research examines the outcome of this transitional process and in...

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Main Author: Kauser, Rubina
Contributors: Pinquart, Martin (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:English
Published: Philipps-Universität Marburg 2017
Psychologie
Subjects:
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Table of Contents: Lebensübergänge sind Phasen in der Entwicklung, in denen Menschen zentrale Veränderungen erleben (Lenz, 2001). Die Adoleszenz ist eine transitionale Phase, weil sie mit schnellen physischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Veränderungen einhergeht (Steinberg, 2014). Die Forschung untersucht das Ergebnis des transitionalen Prozesses und beleuchtet unter dieser Perspektive außerdem die Faktoren, die diese Ergebnisse beeinflussen könnten. Es gibt viele genetische, hormonelle und Umweltfaktoren, die zu dem Prozess der Entwicklung einen Beitrag leisten. Dennoch zeigt die Literatur, dass der Einfluss von Umweltfaktoren stärker ist als der von hormonellen Faktoren (Brooks-Gunn, Graber & Paikoff, 1994). Innerhalb der Umweltfaktoren hat die Erziehung einen wichtigen Einfluss auf eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung (Zarrett & Eccles, 2006). Somit ist es das Ziel der aktuellen Forschung, die Beziehung zwischen Erziehungsstilen und jugendlicher Delinquenz zu beurteilen und die Auswirkung eines indigenen Elterntrainingsprogramms zur Bewältigung delinquenter Tendenzen von pakistanischen Jugendlichen zu evaluieren. Außerdem wird eine Meta-Analyse durchgeführt, um kulturelle Unterschiede in dem Zusammenhang von Erziehungsstilen und Problemverhalten sowie akademischer Leistung zu ermitteln. Die Forschung wurde in 3 Phasen durchgeführt. In der ersten Phase wurde eine Stichprobe von Jugendlichen aus fünf unterschiedlichen, zufällig ausgewählten Schulen gezogen, an denen 1140 Schüler (11-17 Jahre) eine modifizierte Version des Parental Authority Questionnaire (PAQ) (Buri, 1991), die Self-reported Delinquency Scale (SRDS) (Naqvi & Kamal, 2008) und ein demographisches Formblatt ausfüllten. In der zweiten Phase nahmen 110 Eltern von Jugendlichen mit einem erhöhten Ausmaß delinquenter Tendenzen – untersucht an Jugendlichen aus der ersten Phase – an einer randomisiert kontrollierten Studie teil. Die Teilnehmer wurden randomisiert entweder der Interventions- oder der Kontrollbedingung zugewiesen. Der Parental Authority Questionnaire (PAQ) (Buri, 1991) und die Informant-reported Delinquency Scale (IRDS) (Naqvi & Kamal, 2008) wurden für die Messungen des Pretests, Posttests und Follow-Ups verwendet. Teilnehmer der Interventionsbedingung nahmen an 7 Sitzungen eines indigenen Elterntrainingsprogramms teil, dass entwickelt wurde, um Verhaltensweisen, die mit autoritativer Erziehung verbunden sind, zu unterstützen. In der dritten Phase wurden 428 Studien zu Zusammenhängen von Erziehungsstilen und kindlichen Outcomes mit der Hilfe unterschiedlicher elektronischer Datenbanken ermittelt. Diese Studien wurden in eine Meta-Analyse eingeschlossen, um die kulturellen Unterschiede in dem Zusammenhang zwischen Erziehungsstilen und kindlichen Outcomes (internalisierende und externalisierende Verhaltensweisen, akademische Leistung) zu messen. In der ersten Studie zeigten die Ergebnisse eine negative Korrelation zwischen autoritativer Erziehung und jugendlicher Delinquenz und eine positive Korrelation zwischen vernachlässigender Erziehung und jugendlicher Delinquenz. Mütterliche Erziehung war stärker mit jugendlicher Delinquenz assoziiert als väterliche Erziehung. In der zweiten Studie zeigte sich außerdem, dass Eltern in der Interventionsgruppe signifikante Verbesserungen in ihrem Verhalten bezüglich autoritativer Erziehung und ihre Kinder signifikante Verbesserungen bezüglich delinquenter Verhaltensweisen aufwiesen. Teilnehmer der Kontrollbedingung zeigten zwischen Pretest und Follow-up weder signifikante Veränderungen in ihrer Erziehung noch in delinquenten Verhaltensweisen ihrer jugendlichen Kinder. Basierend auf Regressions-Analysen, kann man zu dem Schluss kommen, dass eine Abnahme in delinquenten Verhaltensweisen Jugendlicher durch ein erhöhtes Ausmaß an autoritativer Erziehung erklärt werden kann. Ergebnisse der Meta- Analyse weisen auf wenige kulturelle/ethnische Unterschiede in dem Zusammenhang zwischen autoritativer Erziehung und den gegebenen Variablen hin. Daher wird darauf geschlossen, dass es zwischen westlichen und nicht-westlichen Ländern mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede in der Effektivität autoritativer Erziehung gibt. Die Meta-Analyse liefert ausreichende Beweise für die Behauptung, dass Baumrinds Typologie weltweit anwendbar ist.