Rhodium-katalysierte asymmetrische 1,4-Addition von Arylnukleophilen an α,β-ungesättigte N-Tosylketimine

Die konjugierte Addition und damit auch die Rhodium-katalysierte 1,4-Addition von Metallnukleophilen an Michael-Akzeptoren, welche 1997 entdeckt wurde, ist eine der wichtigsten Reaktionen zur Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungsknüpfung. In Naturstoffen und biologisch aktiven Verbindungen findet man häu...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
1. Verfasser: Gebhardt, Sandra
Beteiligte: Zezschwitz, Paultheo von (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2016
Chemie
Ausgabe:http://dx.doi.org/10.17192/z2017.0060
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Zusammenfassung:Die konjugierte Addition und damit auch die Rhodium-katalysierte 1,4-Addition von Metallnukleophilen an Michael-Akzeptoren, welche 1997 entdeckt wurde, ist eine der wichtigsten Reaktionen zur Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungsknüpfung. In Naturstoffen und biologisch aktiven Verbindungen findet man häufig chirale 1-Amino-3-Aryl-Einheiten, sowie 3-Aminocyclohexancarbonsäuren als Strukturmotiv. Aufbauend auf den Ergebnissen aus der eigenen Masterarbeit wurde eine Methode entwickelt, verschieden substituierte α,β-ungesättigte N-Tosylimine in der Rhodium-katalysierten 1,4-Addition von Arylzinkorganylen einzusetzen. Die nach dem Quenchen erhaltenen Enamide sind hydrolyseempfindlich und wurden daher durch Reduktion in isolierbare Amide überführt. Durch die Wahl der Reduktionsbedingungen (Noyori-Transferhydrierung oder tert-Butylamin-Boran-Komplex) wurden sowohl die trans-konfigurierten als auch die cis-konfigurierten N-3-Arylcyclohexylsulfonamide selektiv erhalten. Die entwickelte Methode wurde zudem auf fünf-, sechs- und siebengliedrige N-Busylimine übertragen. Zudem wurde die 1,4-Addition an N-Tosylimine nicht durch Substituenten in 5-Position beeinflusst, sodass nach der Reduktion alle vier Stereoisomere hergestellt werden konnten. Die Synthese von 3-Aminocyclohexancarbonsäuren gelang durch die Boc-Schützung, Detosylierung und oxidativen Abbau des Arylrests in einer Lemieux-von Rudloff-Oxidation ohne Verlust des Diastereomrenüberschusses. Erste Ergebnisse zur Reaktivität des Zink-Aza-Enolats konnten erzielt werden. So wurden z.B. nach einer Bromierung des Zink-Aza-Enolats und nachfolgender Strecker-Reaktion drei Stereozentren in einer Eintopfreaktion aufgebaut, wodurch α-quartäre N-Sulfonamide erhalten wurden. Zudem gelang die Umsetzung des Zink-Aza-Enolats mit verschiedenen Alkylierungsreagenzien; die anschließende mikrowellenunterstützte Aza-Claisen-Umlagerung führte anteilig zu dem gewünschten Umlagerungsprodukt, sowie zu dessen Regioisomer.
Beschreibung:279 pages.
DOI:http://dx.doi.org/10.17192/z2017.0060