Stellenwert der kontrastmittelunterstützten Sonographie (CEUS) im Vergleich zur konventionellen B-Bild Sonographie und der Referenzprozedur (KM-CT) in der Abgrenzung eines zentralen Lungentumors von einer nachgeschalteten Atelektase: eine retrospektive Studie

Ziel: Die Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel wird als Standardverfahren in der differentialdiagnostischen Abklärung von Atelektasen (AT) der Lunge eingesetzt. Ziel dieser Untersuchung war es, die diagnostische Treffsicherheit von B-Bild-Sonographie (US) und kontrastunterstützter Sonographi...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
1. Verfasser: Brickmann, Christian
Beteiligte: Görg, C. (Prof. Dr. med.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2015
Innere Medizin
Ausgabe:http://dx.doi.org/10.17192/z2015.0625
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Zusammenfassung:Ziel: Die Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel wird als Standardverfahren in der differentialdiagnostischen Abklärung von Atelektasen (AT) der Lunge eingesetzt. Ziel dieser Untersuchung war es, die diagnostische Treffsicherheit von B-Bild-Sonographie (US) und kontrastunterstützter Sonographie (KUS) im Vergleich zur CT hinsichtlich der Abgrenzbarkeit einer zentralen Raumforderung (ZR) von atelektatischen Lungengewebe und im Nachweis von fokalen Läsionen (FL) in obstruktionsbedingten Lungenatelektasen zu untersuchen. Material und Methoden: Von Mai 2004 bis Dezember 2009 wurden n=47 Patienten mit histologisch gesichertem zentralem Bronchialkarzinom und obstruktiver Atelektase mit CT, US und KUS (Sonovue, Bracco) untersucht. Beurteilt wurden Abgrenzbarkeit von AT und ZR sowie Nachweis von FL in der AT. Die Ultraschallbilder von US und KUS wurden von 2 gegeneinander verblindeten Untersuchern beurteilt, diskrepante Befunde wurden drittbefundet. Die CT-Bilder wurden von einem verblindeten Radiologen beurteilt. Ergebnisse: Ein zentrale TU Darstellung gelang im US bei 24/47, in der KUS bei 38/47 und in der CT bei 34/47 der Patienten (US vs KUS p=<0,05, US vs CT p=<0,05, KUS vs CT p=0,38). Es zeigen sich signifikante Unterschiede zugunsten der KUS und der CT gegenüber dem US, nicht aber zwischen KUS und CT. Ein Nachweis von FL gelang im US bei 6/47, in der KUS bei 15/47 und in der CT bei 8/47 der Patienten (US vs KUS p=<0,05, US vs CT p=0,69, KUS vs CT p=0,09). Hier ist nur der Unterschied zwischen der KUS und dem US signifikant. Schlussfolgerung: Bei obstruktiver AT ist die KUS der CT in der Abgrenzung eines zentralen TU ebenbürtig und dem konventionellen US überlegen.
DOI:http://dx.doi.org/10.17192/z2015.0625