Die Marburger Pathologie in den Jahren 1918 bis 1921.Eine Betrachtung der Arbeit am Pathologischen Institut zu Marburg vor dem historischen Hintergrund auf Basis der Auswertung der Sektionsakten.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte des Marburger Pathologischen Instituts der Jahre 1918 bis 1921. Grundlage der Untersuchung war die Auswertung der im entsprechenden Zeitraum am Pathologischen Institut angelegten Sektionsakten und die Recherche der einschlägigen Literatur....

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Schröder, Jochen
Beteiligte: Barth, Peter J. (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2015
Pathologie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte des Marburger Pathologischen Instituts der Jahre 1918 bis 1921. Grundlage der Untersuchung war die Auswertung der im entsprechenden Zeitraum am Pathologischen Institut angelegten Sektionsakten und die Recherche der einschlägigen Literatur. Gerade die ersten Jahre des Untersuchungszeitraums waren stark durch den Ersten Weltkrieg, dessen Folgen und erhebliche Ressourcen- und Personalknappheit geprägt. Zum Obduktionsgut dieser Periode zählten neben Zivilpersonen besonders in den ersten Jahren des untersuchten Zeitraums auch Soldaten sowie Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationen, die in den Lazaretten Marburgs medizinisch betreut wurden. Marburg blieb von der ersten Influenza-Pandemie, der so genannten „Spanischen Grippe“, nicht verschont. Vor allem im Jahr 1918 wurden viele verstorbene Patienten mit „Spanischer Grippe“ obduziert. Hierbei wurden die typischen morphologischen Befunde durch die Marburger Pathologen dokumentiert, die Suche nach der Ätiologie der Erkrankung beruhte jedoch zu diesem Zeitpunkt auf Spekulation. Der dem Institut während des Untersuchungszeitraums vorstehende Ordinarius, Professor Max Hermann Friedrich Löhlein, gilt als renommierter Mediziner und Wissenschaftler seiner Zeit. Wesentliche Arbeitsgebiete Löhleins waren die Erforschung pathologischer Prozesse der Niere sowie bakteriologische Fragestellungen. Eine durch ihn erstmals beschriebene und nach subakut verlaufenden Endokarditiden auftretende Form fokaler Glomerulonephritiden wurde nach ihm benannt.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2015.0567