Das Leben von Prof. Dr. Fritz Jakob Heinrich Lewy (1885-1950)

Titel: Das Leben von Prof. Dr. Fritz Heinrich Lewy (1885-1950) Ziel: Diese Arbeit untersucht das Leben von Fritz Heinrich Lewy, dem Entdecker der Lewy-Körper. Hintergrund: Obwohl Lewy die Lewy-Körper zum ersten Mal im Jahr 1912 beschrieb, sollte die Bedeutung seiner Entdeckung erst viele Ja...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Rodrigues e Silva, Antonio Manuel
Beteiligte: Dodel, Richard (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2014
Nervenheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Titel: Das Leben von Prof. Dr. Fritz Heinrich Lewy (1885-1950) Ziel: Diese Arbeit untersucht das Leben von Fritz Heinrich Lewy, dem Entdecker der Lewy-Körper. Hintergrund: Obwohl Lewy die Lewy-Körper zum ersten Mal im Jahr 1912 beschrieb, sollte die Bedeutung seiner Entdeckung erst viele Jahre später erkannt werden. Leider sind nur wenige Daten über das private oder wissenschaftliche Leben von Lewy bekannt. So exisitert weder eine Biographie noch eine Bibliographie. Methoden: Die systematische Analyse der verfügbaren Literatur und Dokumente zeigte Lücken, die Stimulus für eine weitere Forschung darstellten. Neben der Internetrecherche wurden mehr als 100 Ämter, Archive, Bibliotheken oder Universitäten u.a. in England, Deutschland, Israel, Niederlande, Polen, Schweiz und USA kontaktiert oder besucht, um Quellen zu sammeln. Ergebnisse: Es wurde mehr als 300 Dokumente gesammelt und viele neue Informationen zu diesem Thema identifiziert. Bezüglich der Bibliographie konnten wir mehr als 200 Veröffentlichungen von Lewy katalogisiert werden. Im Hinblick auf eine Biographie war es möglich, weiter als der bisherige Stand der Forschung zu jedem Aspekt von Lewys Arbeits- oder Privatleben viele bisher unveröffentlichte Details zu finden. Lewy wurde als Fritz Jakob Heinrich Lewy in Berlin am 28. Januar 1885 geboren und studierte Medizin in Berlin (1904-1908) und Zürich (1906). Bis zum ersten Weltkrieg arbeite und forschte Lewy in Instituten der Universitäten Breslau und München, wo er mit Alois Alzheimer arbeitete und 1912 die "Lewy-Körpern" entdeckte. Nach seinem Militärdienst ging Lewy an die Charité in Berlin und wurde PRofessor für Innere Medizin und Neurologie. Trotz aller Schwierigkeiten, gründete und leitete er eine neurologisches Institut in Berlin von 1932 bis zu seiner Entlassung aus Rassegründen im Jahre 1933. Die Lewys emigrierten noch im selben Jahr nach England, doch bot es damals als Transitland den Flüchtlingen keine Perspektive zum Bleiben. Daher wanderten sie im Jahr 1934 in die USA aus. Rasch nach seiner Ankunft wurde Lewy als Stipendiat in der neurochirurgischen Abteilung der Universität von Pennsylvania angestellt. Während der _Jahre wurde er Gastprofessor für Neuroanatomie und Neurophysiologie sowie Konsiliarius für Neurochirurgie, jeodch ohne eine Festanstellung. Im Rahmen seiner Einbürgerung im Jahre 1940 anglisierte Lewy die Schreibweise seines Namens zu "Frederic Henry Lewey". Im zweiten Weltkrieg forschte Lewy für die US-Armee an peripheren Nervenläsionen. Lewy zog sich krankheitsbedingt 1949 aus dem Arbeitsleben zurück und starb am 5. Oktober 1950 an einer Koronarthrombose. Schlussfolgerungen: Diese Arbeit rekonstruiert in detaillierter Weise das Leben des Entdeckers der Lewy-Körper und dabei zeigt sich eine starke Wechselwirkung zwischen Arbeits- und Privatleben. Es werden neue Facetten seiner bisher unbekannten Persönlichkeit vorgestellt. Die Bibliographie gibt einen neuen Überblick über seine wissenschaftliche Arbeit. Neben einem wissenschaftlichen Review will diese Arbeit auch eine posthume Hommage an den Arzt, Mann und Wissenschaftler Prof. Dr. Fritz Heinrich Lewy sein.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2015.0518