Der Einfluss unterschiedlicher Provisorien auf den Komposit-Dentin-Verbund bei Komposit-Inlays

Einführung: In der vorliegenden Studie sollte überprüft werden, inwieweit sich der Einsatz unterschiedlicher provisorischer Zemente (UltraTemp®, Ultradent Products Inc., Utah, USA; Temp Bond™ und Temp Bond NE™, Kerr Hawe S.A., Bioggio, Schweiz) auf den Komposit-Dentin-Haftverbund bei Komposit-Inla...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Wickles, Larissa
Beteiligte: Frankenberger, Roland (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2015
Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Einführung: In der vorliegenden Studie sollte überprüft werden, inwieweit sich der Einsatz unterschiedlicher provisorischer Zemente (UltraTemp®, Ultradent Products Inc., Utah, USA; Temp Bond™ und Temp Bond NE™, Kerr Hawe S.A., Bioggio, Schweiz) auf den Komposit-Dentin-Haftverbund bei Komposit-Inlays auswirkt und wie zudem unterschiedliche Entfernungsmethoden den Haftverbund beeinflussen. Methode: Für den experimentellen Versuch wurden 48 karies- und füllungsfreie humane dritte Molaren verwendet (mit oder ohne abgeschlossenes Wurzelwachstum). Die Zähne wurden willkürlich auf zwölf Versuchsgruppen zu je vier Proben verteilt. Okklusal wurde eine konische Klasse I- Kavität präpariert, deren Kavitätenboden vollständig im Dentin lag. Darin wurden Komposit-Inlays (Venus® Diamond PLT Refill) per Hand gefertigt. Nach Entnahme der Inlays wurden in den Versuchsgruppen 4-12 die Kavitätenböden mit den provisorischen Zementen UltraTemp® (VG 4-6), Temp Bond™ (VG 7-9) und Temp Bond NE™ (VG 10-12) ausgestrichen und entweder mit Scaler (H6/H7, Fa. Hu-Friedy, Leimen, Deutschland; VG 4,7,10), mit Scaler und Bimsmehl (VG 5,8,11) oder mit einem Sandstrahler (KaVo Rondoflex plus 360 mit Al2O3 der Körnung 27µm, KaVo Dental GmbH, Biberach, Deutschland; VG 6,9,12) wieder aus der Kavität entfernt. Die Versuchsgruppen 1-3 waren hierbei Kontrollgruppen ohne provisorische Vorbehandlung. Im Anschluss wurden die Kavitäten mittels des Syntac® Classic Adhäsiv-Systems (Ivoclar Vivadent; Vier-Schritt-Etch-and-Rinse-Technik) vorbehandelt und die Inlays mittels Tetric Evo Flow (Ivoclar Vivadent) zementiert. Den mit Komposit-Inlays versehenen Zähnen wurden im nächsten Schritt mittels einer diamantierten Trennscheibe die Wurzeln entfernt und sie wurden mittels einer Präzisionssäge (Isomet 1000, Fa.Buehler, Illinois, USA) zunächst in Scheiben und danach in Stäbchen gesägt. Diese Prüfkörper wurden einer Mikrozugfestigkeitsprüfung (Microtensile MTD-500 Plus, Universal-Prüfmaschine, SD-Mechatronik GmbH, Feldkirchen, Deutschland) unterzogen. Das Dentin-Komposit-Interface wurde qualitativ mittels eines Rasterelektronenmikroskops (REM Phenom, Phenom World BV, Eindhoven, Niederlande) untersucht. Die Ergebnisse des Mikrozugversuches wurden statistisch mit Hilfe des Programmes SPSS 14.0 (SPSS Inc., Chicago, Illinois, USA) ausgewertet. Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass mehr die Wahl der Entfernungsmethode des temporären Zementes, als das Material selbst einen entscheidenden Einfluss auf den Komposit-Dentin-Haftverbund hat. Grundsätzlich konnten lediglich die Versuchsgruppen, in denen das Zementmaterial mit dem Sandstrahler entfernt wurde, vergleichbare Haftwerte wie in den Kontrollgruppen liefern, in denen keine provisorische Vorbehandlung vorgeschaltet wurde. Das Entfernen rein mittels Scaler erwies sich als unzureichende Methode der Wahl in Bezug auf die Haftfestigkeitswerte. Entsprechend der statistischen Analyse konnten unter den verschiedenen Zementmaterialien keine wesentlichen Unterschiede festgestellt werden. Einzig in VG 5 (UltaTemp® mit Scaler/Bimsmehl) konnte gegenüber gleicher Entfernungsmethode bei anderen temporären Zementen eine Steigerung der Haftwerte erzielt werden. Letztlich beeinflusst allgemein die provisorische Vorbehandlung mittels verschiedener Zementmaterialien dennoch den Komposit-Dentin-Haftverbund verglichen mit den Werten der Kontrollgruppen, in denen die besten Haftwerte erzielt wurden.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2015.0178