Bisphosphazen-Protonenschwämme und Metall-Perfluoranilide: Liganddesign für Brønsted-Superbasen und Lewis-Supersäuren

Im ersten Teil der vorliegenden Dissertation wird die Fragestellung behandelt, welche Prinzipien maßgeblich für BRØNSTED-Superbasizität sind. In der Arbeitsgruppe SUNDERMEYER konnte bereits erfolgreich gezeigt werden, dass die Kombination von SCHWESINGERs Phosphazenbasen mit ALDERs Konzept der Proto...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
1. Verfasser: Kögel, Julius
Beteiligte: Sundermeyer, Jörg (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2014
Chemie
Ausgabe:http://dx.doi.org/10.17192/z2014.0385
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
Tags: Tag hinzufügen
Keine Tags, Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
Zusammenfassung:Im ersten Teil der vorliegenden Dissertation wird die Fragestellung behandelt, welche Prinzipien maßgeblich für BRØNSTED-Superbasizität sind. In der Arbeitsgruppe SUNDERMEYER konnte bereits erfolgreich gezeigt werden, dass die Kombination von SCHWESINGERs Phosphazenbasen mit ALDERs Konzept der Protonenschwämme mit interagierenden Protonenakzeptorfunktionalitäten zu neutralen organischen Superbasen mit hohen pKBH+-Werten von ca. 30 (MeCN) führt. Im ersten Teil dieser Arbeit wurde das Potential der STAUDINGER- und der KIRSANOV-Reaktion zur Darstellung solcher Bisphosphazen-Protonenschwämme untersucht. Hierbei wurde der Einfluss neuer Strukturmotive wie die Substitution der Aminogruppen in den bekannten Verbindungen durch Alkylreste oder die Einführung einer weiteren PN-Einheit auf die Basizität der Protonenschwämme betrachtet. Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang stets die strukturellen Merkmale der Verbindungen als freie Basen und in ihrer protonierten Form. Zudem wurden neben der Nukleophilie und der kinetischen Basizität der Hybrid-Superbasen auch ihre Koordinationschemie in neutralen und kationischen Alkylkomplexen von Metallen der Gruppen 12 und 13 erforscht. Des Weiteren wurden die Erfahrungen mit chelatisierenden Phosphazenbasen zur Darstellung chiraler Superbasen genutzt. Der zweite Teil dieser Arbeit behandelt die Grundlagen zur gezielten Generierung starker LEWIS-Säuren mit schwach koordinierenden Amidoliganden. Hierbei wurden NH-acide Amine und Amide betrachtet, die über zwei unterschiedliche perfluorierte und somit stark elektronenziehende Substituenten verfügen. Neben der Synthese neuer Vertreter dieser Verbindungsklasse wurde ihre Koordinationschemie sowie ihr Potential zur Generierung LEWIS-acider Metallzentren mit Metallen der Gruppe 13 untersucht. Erfolgreich dargestellte Komplexe wurden hinsichtlich ihrer LEWIS-aciden Eigenschaften charakterisiert.
DOI:http://dx.doi.org/10.17192/z2014.0385