Die Implementierung komplexer medizinischer Interventionen in der Hausarztpraxis

Die erfolgreiche Implementierung komplexer medizinischer Interventionen in die hausärztliche Praxis leistet einen wichtigen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten und nachhaltigen Patientenversorgung. Trotz des Nutzens, der sich durch den Einsatz der Interventionen ergibt, stellt deren langfri...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Kramer, Lena
Beteiligte: Rief, Winfried (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2012
Psychologie
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
Tags: Tag hinzufügen
Keine Tags, Fügen Sie den ersten Tag hinzu!
Beschreibung
Zusammenfassung:Die erfolgreiche Implementierung komplexer medizinischer Interventionen in die hausärztliche Praxis leistet einen wichtigen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten und nachhaltigen Patientenversorgung. Trotz des Nutzens, der sich durch den Einsatz der Interventionen ergibt, stellt deren langfristige Verankerung in den Praxisalltag oftmals eine große Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund widmet sich die vorliegende Dissertation ausgewählten Fragestellungen im Kontext der Implementierung komplexer medizinischer Interventionen mit dem Ziel, Ergebnisse der bestehenden Implementierungsforschung zu verifizieren und um weiterführende Ansätze zu ergänzen. In der Mantelschrift wird zunächst der theoretische Hintergrund und wissenschaftliche Bezugsrahmen der drei Originalarbeiten aufgezeigt. Die sich anschließende erste Originalarbeit beschäftigte sich mit der qualitativen Evaluation eines lokalen Behandlungspfades bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) hinsichtlich wesentlicher Einflussfaktoren für die Implementierung. Neben praktischen Implikationen, die auf Grundlage der Daten abgeleitet wurden und den Einsatz des Behandlungspfades im Praxisalltag fördern sollen, wurden die eruierten Faktoren in einem mehrdimensionalen theoretischen Modell zusammengefasst. In der zweiten Originalarbeit wurden die Zusammenhänge verschiedener demographischer, krankheits- und pfadbezogener Variablen mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von KHK-Patienten dreier Studienarme (Pfadentwickler, Anwender, Kontrolle) im Rahmen gemischter linearer Regressionsmodelle untersucht und konnten mit Ausnahme der Pfadvariablen verifiziert werden. Aufgrund ihres explorativen Pilotcharakters konnte die Studie wichtige methodische und inhaltliche Impulse für weitere Forschungsarbeiten liefern. Die dritte Originalarbeit stellt die Entwicklung und Validierung eines auf der Theorie des geplanten Verhaltens basierenden generischen Fragebogeninstrumentes am Beispiel von arriba-lib, einer elektronischen Bibliothek der Entscheidungshilfen, dar. Die postulierte Faktorenstruktur konnte anhand der durchgeführten konfirmatorischen Faktorenanalyse nicht bestätigt werden. Auch bezüglich des prädiktiven Wertes der Theoriekomponenten für das Zielverhalten konnten die Annahmen in den Analysen (Strukturgleichungsmodell, multinomiale logistische Regression) nicht belegt werden. Im letzten Abschnitt der Mantelschrift werden die wesentlichen Erkenntnisse aus den drei Originalarbeiten zusammenfassend diskutiert und weiterführende Forschungsvorhaben angeregt.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2013.0044