Multiband Gutzwiller-Theorie des Bandmagnetismus von LaO-Eisen-Arsenid

In dieser Arbeit wenden wir die Gutzwiller-Theorie auf verschiedene Modelle von LaOFeAs an. Im Jahr 2008 wurde entdeckt, dass dotiertes LaOFeAs unterhalb einer kritischen Temperatur von Tc=28 K supraleitend wird. Schon bald nach dieser Entdeckung wurden weitere eisenbasierte Materialien gefunden, di...

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Main Author: Schickling, Tobias
Contributors: Gebhard, Florian (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2012
Physik
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:In dieser Arbeit wenden wir die Gutzwiller-Theorie auf verschiedene Modelle von LaOFeAs an. Im Jahr 2008 wurde entdeckt, dass dotiertes LaOFeAs unterhalb einer kritischen Temperatur von Tc=28 K supraleitend wird. Schon bald nach dieser Entdeckung wurden weitere eisenbasierte Materialien gefunden, die eine zu LaOFeAs ähnliche atomare Struktur besitzen und ebenfalls supraleitend sind. Diese Materialien bilden die Klasse der eisenbasierten Supraleiter. Viele Eigenschaften dieser Klasse stimmen erstaunlich gut mit den Eigenschaften der Kuprate überein. Daher besteht die Möglichkeit, dass eine Erforschung dieser Klasse das Verständnis von Hochtemperatursupraleitung verbessern könnte. Trotz großer Anstrengung können Dichtefunktionalrechnungen nicht das kleine magnetische Moment in undotiertem LaOFeAs reproduzieren. Solche Rechnungen überschätzen das magnetische Moment um einen Faktor 2-3. Mit Hilfe unseres Gutzwiller-Ansatzes können wir die lokalen Coulomb-Wechselwirkungen besser berücksichtigen. Wir zeigen, dass es notwendig ist, die 3d-Orbitale des Eisens und die 4p-Orbitale des Arsens explizit zu behandeln. Somit finden wir in einem großen Parameterbereich der lokalen elektronischen Wechselwirkungen ein kleines magnetisches Moment, das im Bereich der Werte der experimentellen Messungen liegt. Weiterhin zeigen wir, dass man den Magnetismus in LaOFeAs als Bandmagnetismus von Landau-Gutzwiller-Quasiteilchen verstehen kann.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2012.0088