Erzeugung substituierter Poly(p-xylylen)e durch Gasphasenabscheidung

Im Rahmen dieser Arbeit wurden neue mono- und disubstituierte [2.2]Paracyclophane synthetisiert und genutzt, um sie im CVD-Verfahren, dem sogenannten Gorham-Prozess zu polymerisieren. Ziel war es durch die Verwendung von funktionalisierten Präkursoren gewünschte Gruppen direkt bei der Polymerisation...

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Main Author: Bier, Anna Katharina
Contributors: Greiner, Andreas (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2011
Chemie
Subjects:
Online Access:PDF Full Text
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Description
Summary:Im Rahmen dieser Arbeit wurden neue mono- und disubstituierte [2.2]Paracyclophane synthetisiert und genutzt, um sie im CVD-Verfahren, dem sogenannten Gorham-Prozess zu polymerisieren. Ziel war es durch die Verwendung von funktionalisierten Präkursoren gewünschte Gruppen direkt bei der Polymerisation in das Polymer einzubauen, um ihre Eigenschaften auf das Polymer zu übertragen bzw. ihre Eigenschaften mit denen des Parylene N zu kombinieren. Hierbei sind Modifikationen besonders wünschenswert, die die Gesamteigenschaften der Polymere verändern. Ebenfalls von Interesse ist die damit einhergehende Veränderung der Oberfläche, besonders, wenn funktionelle Gruppen eingebracht werden. Eine umständliche und nur begrenzt durchführbare, nachträgliche Veränderungen am Polymer(film) ist somit nicht notwendig. Vielversprechende Ergebnisse lieferten besonders 4,12-Dialkyl[2.2]paracyclophane, ein disiloxanfunktionalisiertes [2.2]Paracyclophan und fluorhaltige Präkursoren. Sie ermöglichten die Herstellung von hydrophoben, transparenten und dehnfähigen Polymeren mit niedrigen Glaspunkten, die grundlegend die mechanischen Eigenschaften des Basispolymers PPX änderten. Erste Versuche mit Poly(n-propyl-p-xylylen zur Beschichtung eines Stentmodells zeigen, dass eine strukturgetreue Beschichtung möglich ist. Die Löslichkeit vieler substituierter Polymere, besonders derer mit längeren Seitenketten, ermöglichte im Fall von n-alkylsubstituierten PPX eine NMR-spektroskopische Untersuchung der Polymere in Lösung, bei der eine „Kopf-Schwanz“-, „Kopf-Kopf“- und „Schwanz-Schwanz“-Verknüpfung der linearen Polymere, vergleichbar mit durch Gilch-Reaktion hergestellten gefunden wird. Ebenso bietet die Löslichkeit verschiedener substituierter Poly(p-xylylen)e in gängigen Lösungsmitteln bei Raumtemperatur die Möglichkeit GPC-Messungen durchzuführen. Dieses Messverfahren konnte somit erstmals für PPX, hergestellt aus [2.2]Paracyclophan-Derivaten und polymerisiert im CVD-Verfahren, genutzt werden, um mittlere Molekulargewichte und Polydispersitäten zu bestimmen. Hierbei erhält man generell Polymere mit sehr hohen Molekulargewichten, was bereits in der Literatur vermutet und ebenfalls durch EPR-Messungen berechnet wurde.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2012.0045