Emotion regulation and delusions

Mounting evidence suggests a causal role of negative emotion in delusions. Particularly, fluctuations in anxiety and self-esteem seem to trigger delusional ideation. Consequently, the ability to down-regulate negative emotions is likely to help to prevent or reduce delusional ideation. Despite the c...

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Main Author: Westermann, Stefan
Contributors: Lincoln, Tania M. (Prof. Dr.) (Thesis advisor)
Format: Dissertation
Language:German
Published: Philipps-Universität Marburg 2011
Psychologie
Subjects:
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Table of Contents: Eine zunehmende Anzahl von Studien legt einen kausalen Einfluss von negativen Emotionen bei Wahn nahe. Insbesondere Schwankungen von Angst und Selbstwertgefühl scheinen Wahnideen anstoßen zu können. Die Fähigkeit, negative Emotionen aktiv zu verringern bzw. herunter zu regulieren, könnte folglich hilfreich beim Abschwächen oder Verhindern von Wahnideen sein. Dennoch wurden Emotionsregulations-Strategien wie Neubewertung (d.h., die Perspektive auf eine Situation ändern, um die emotionale Reaktion zu beeinflussen) oder Unterdrückung des Gefühlsausdrucks bei Wahn bisher nicht erforscht. Das vorliegende Dissertationsprojekt schließt diese Lücke, indem Emotionsregulation bei Wahn- und Paranoia-Neigung untersucht wird. Studie 1 zeigte bivariate und multivariate Zusammenhänge zwischen Paranoia-Neigung und Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation auf. Studie 2 demonstrierte, dass Wahnneigung mit Schwierigkeiten bei der Anwendung von Neubewertung in bedrohlichen Situationen einhergeht. Bei der Unterdrückung des Gefühlsausdrucks war das nicht der Fall. Zudem standen Emotionsregulations-Schwierigkeiten ausschließlich beim Neubewerten mit paranoiden Gedanken in Zusammenhang. Die möglicherweise maladaptive Natur von Neubewertung bei Wahn wurde in Studie 3 bestätigt. Bei sozialem Stress konnte ein Anstieg von paranoiden Gedanken nur bei Personen nachgewiesen werden, die Neubewertung als Emotionsregulationsstrategie häufig anwenden und zu Paranoia neigen. Auf Grundlage von sub-klinischen Stichproben weist das Dissertationsprojekt insgesamt auf spezifische Schwierigkeiten bei der Anwendung der üblicherweise hilfreichen und adaptiven Emotionsregulations-Strategie Neubewertung bei Wahn hin. Ein Arbeitsmodell der Emotionsregulation bei Wahn, welches einen Vulnerabilität-Stress-Ansatz, kognitive Modelle von Positivsymptomen und das Prozessmodell der Emotionsregulation integriert, wird postuliert um weitere Theorie-geleitete Forschung in Stichproben mit klinisch relevantem Wahn anzustoßen. Als vorläufige praktische Implikation kann gelten, dass Neubewertung in sozial belastenden Situationen bei Wahnneigung nur mit Vorsicht angewendet werden sollte.