Akute hämodynamische Auswirkung der Optimierung des AV-Intervalls mit der Impedanzkardiographie bei Zwei-Kammerstimulation

Akute hämodynamische Auswirkung der Optimierung des AV-Intervalls mit der Impedanzkardiographie bei Zweikammerstimulation Abstract: Hintergrund: Eine Optimierung des AV- Intervalls bei Zweikammerstimulation kann zu einer Verbesserung der Hämodynamik führen. Die Beurteilung der Hämodynamik ka...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Daralammouri, Yunis
Beteiligte: Vogt, Sebastian (Prof. Dr.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2011
Medizin
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Akute hämodynamische Auswirkung der Optimierung des AV-Intervalls mit der Impedanzkardiographie bei Zweikammerstimulation Abstract: Hintergrund: Eine Optimierung des AV- Intervalls bei Zweikammerstimulation kann zu einer Verbesserung der Hämodynamik führen. Die Beurteilung der Hämodynamik kann mittels invasiver und nichtinvasiver Verfahren erfolgen. Eine mögliche Methode ist die Impedanzkardiographie, bei der kardiale Voluminaänderungen registriert werden. Ziel dieser Arbeit war eine Untersuchung der akuten hämodynamischen Effekte unterschiedlich lang programmierter AV- Intervalle bei 2- Kammerstimulation ermittelt durch Bestimmung des Herzschlagvolumens mit der Impedanzkardiographie. Methoden: Eingeschlossen wurden 42 Patienten, die einen Zweikammer-Schrittmacher bzw. 2-Kammer-ICD implantiert bekommen hatten, aufgenommen und es wurde eine Optimierung des AV- Intervalls mittels Impedanzkardiographie vorgenommen. Die linksventrikulären Pumpfunktion wurde echokardiographisch ermittelt und die Patienten in eine Gruppe mit erhaltener linksventrikulärer Pumpfunktion (LVEF) ( EF ≥50%) oder eingeschränkter LVEF ( EF <50%) eingeteilt Die Einschlusskriterien waren: 1. Zweikammer-Schrittmacher bzw. ICD 2. Sinusrhythmus und 3. Einverständnis. Bei allen Patienten wurden die AV-Intervalle von 80-120 ms in Schritten von 20 ms sowie das Standard-AV-Intervall (150ms) und die eigene Überleitung (VVI 30/min.) programmiert. Bei jedem AV-Intervall wurde im Steady-state nach frühestens 1 Minute. das mittlere Herzschlagvolumen bestimmt. Resultate: Die 42 untersuchten Patienten (33 Männer, 9 Frauen, mittleres Alter 66,8 ± 7,7 Jahre, min. 47, max 84 J.). zeigten in der Echokardiographie für die mittlere Ejektionsfraktion (EF) Werte von 45 ± 17 %. Das Herzschlagvolumen zeigte bei optimalem AV-Intervall signifikant höhere Werte (74 ± 14 p <0001) als beim Standard-AV-Intervall (65± 13,5). Für das ungünstigste AV-Intervall ergab sich das signifikant niedrigste Herzschlagvolumen (ungünstigstes AV-Intervall 62,0 ±11,8 ms, optimales AV-Intervall 74 ± 14 p<0001). Das optimierte AV-Intervall war im Mittel signifikant niedriger als das ungünstigstes AV-Intervall (optimales AV-Intervall 103 ms ±25, ungünstiges AV-Intervall 129 ± 28 ms p<0001). Bei Patienten mit einer EF ≥ 50% ergab sich eine signifikant niedrigere optimierte AV-Zeit (96 +19,5) als für Patienten mit einer EF < 50% (109,5 ± 28 p= 0,048). Schlussfolgerung: Mit einem optimierten AV-Intervall kann das Herzschlagvolumen in Ruhe akut signifikant verbessert werden. Hierbei gibt es kein universell optimales AV-Intervall, sondern es ist eine individuelle Optimierung erforderlich, wobei das optimierte AV-Intervall sowohl bei Patienten mit einer EF von ≥ 50% als auch < 50% jeweils im Bereich niedrigerer AV-Überleitungszeiten gefunden werden kann. Patienten mit eingeschränkter LV-Pumpfunktion (EF < 50%) haben dabei signifikant höhere optimierte AV-Zeiten als Patienten mit nichteingeschränkter LV-Funktion.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2011.0069