Einfluss präoperativer Behandlung auf die Angiogenese und Mikrogefäßdichte bei der Autoimmunhyperthyreose vom Typ Basedow

Zusammenfassung Die Behandlung von Morbus Basedow Patienten mit hohen Joddosen vor Strumektomie, die so genannte Plummerung, führt zu einer deutlichen Reduktion der Blutungskomplikationen. In dieser Studie soll untersucht werden, ob dieser Effekt der Plummerung auf eine Reduktion der Mikrogefä...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: El Djabri, Haisam
Beteiligte: Hassan, Iyad (Prof. Dr. med.) (BetreuerIn (Doktorarbeit))
Format: Dissertation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Philipps-Universität Marburg 2010
Operative Medizin
Schlagworte:
Online Zugang:PDF-Volltext
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Beschreibung
Zusammenfassung:Zusammenfassung Die Behandlung von Morbus Basedow Patienten mit hohen Joddosen vor Strumektomie, die so genannte Plummerung, führt zu einer deutlichen Reduktion der Blutungskomplikationen. In dieser Studie soll untersucht werden, ob dieser Effekt der Plummerung auf eine Reduktion der Mikrogefäßdichte zurückzuführen ist. Hierzu bestimmten wir nach immunhistochemischer Färbung die Anzahl der Gefäßanschnitte pro Gesichtsfeld und den wichtigsten angiogenesestimulierenden Wachstumsfaktor VEGF in Gewebeschnitten. Verglichen wurden thyreostatisch vorbehandelte Basedow Strumen mit und ohne Plummerung, multinoduläre Strumen dienten als Kontrollgruppe. Die Bestimmung der Mikrogefäßdichte zeigte in allen Gruppen keine signifikanten Unterschiede. VEGF wurde in allen Präparaten der Kontrollgruppe nachgewiesen, seltener in der Plummerungsgruppe und kaum bei den rein thyreostatisch behandelten Basedow Strumen. Bei längerer thyreostatischer Behandlung zeigten sich in der Plummerungsgruppe niedrigere VEGF-Werte als bei kürzerer Behandlung. Ausgehend davon, dass unbehandelte Basedow Strumen stärker vaskularisiert sind als multinoduläre Strumen ist der hier dargestellte fehlende Vaskularisations-unterschied bereits als Reduktion der Mikrogefäßdichte unserer Basedow Strumen unter thyreostatischer Therapie zu deuten. VEGF ist unter Thyreostatikagabe deutlich reduziert. Hieraus schließen wir, dass die Thyreostatika über eine Hemmung der VEGF-Bildung den Vaskularisationsgrad erniedrigen. Um die Plummerung ohne diesen Effekt der Thyreostatika bewerten zu können, wäre es sinnvoll nicht thyreostatisch behandelte Basedow Gruppen mit und ohne Plummerung zu untersuchen. Eine Verminderung der Gefäßdichte unter Plummerung konnten wir nicht nachweisen. Die Plummerung übt ihre blutungsreduzierende Wirkung folglich über andere Mechanismen aus.
DOI:https://doi.org/10.17192/z2010.0244